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Segeberg KKKK: Eine Konzertreihe wird 20 Jahre
Lokales Segeberg KKKK: Eine Konzertreihe wird 20 Jahre
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21:18 07.05.2016
Vor gut zehn Jahren waren sie alle Vier noch Chorknaben in Uetersen: Mirko Ludwig (Tenor), Florian Sievers (Tenor), Christoph Behm (Bariton) und Sönke Tams Freier (Bass) sind „Quartonal“.

Kleinkummerfeld Ganz schön freches Kabarett war hier in den vergangenen 20 Jahren zu erleben, wunderbare Liederabende aus Romantik und Opernwelt, stimmungsvoller Jazz und ausgesuchte Vokalgruppen: KKKK, die Kleinkummerfelder Kuhstallkonzerte, gehen am 16. Juli mit dem Lübecker Salon-Ensemble (19 Uhr, open-air) ins Jubiläumsjahr. Und am 21. Juli gibt Hausherr Thomas Mohr einen Liederabend mit Werken von Carl Loewe (19.30 Uhr) — genau so hatte alles vor zwei Jahrzehnten auf Hof Isemohr angefangen.

Am 16. Juli starten Thomas Mohr und Hans-Jürgen Schippmann mit dem Lübecker Salon-Ensemble.

Hier gibt es die Karten

Die Preise für die sieben Veranstaltungen liegen zwischen zwölf Euro (Jazzfrühschoppen) und 18 Euro (Open-air-Konzerte) plus Vorverkaufsgebühr. An der Abendkasse gibt es einen Aufschlag von zwei Euro pro Karte.

Außerdem gibt es Abos für 47 Euro (drei Konzerte nach Wahl) und 59 Euro (vier Konzerte nach Wahl).

Bestellungen über vorverkauf@kuhstallkonzerte.de

Doch das stimmt nicht ganz: Damals sang Mohr Bariton, heute Tenor — so wird er einige Lieder fortlassen, die ihm mittlerweile stimmlich zu tief sind und sie durch andere ersetzen. „Ich hatte dieses Frühjahr recht viel zu tun“, sagt der Bremer Musikhochschulprofessor und Kleinkummerfelder Teilzeitlandwirt. Das kann man wohl sagen: Seit einem Jahr probt Mohr an Wagners „Götterdämmerung“, am 30.

April war Premiere in Leipzig. Und bereits am 27. Mai steht der Probenbeginn für den nächsten Wagner an, die „Walküre“ in Minden. Mohr will während der Proben auf dem Campingplatz wohnen. „So mache ich ab mittags Urlaub, sonst wäre ich dieses Jahr gar nicht dazu gekommen. Und zwischendurch wird in Kleinkummerfeld der Roggen abgedroschen.“

Das ist sie eben, diese ureigene Atmosphäre bei KKKK, eine Mischung aus dem Spannungsfeld des ländlich Naturverbundenen und der hehren Kunst. Die Kuhstallkonzerte finden seit 20 Jahren parallel zum Schleswig-Holstein Musik Festival statt, und man hat nicht den Eindruck, dass das „große“ dem „kleinen“ Festival allzu viel Publikum abspenstig macht. Im Gegenteil: Die gesunde Mischung der Stile scheint in den jüngsten Jahren vielleicht sogar vom kleinen Kleinkummerfeld auf die Gestaltung des großen SHMF abzufärben.

Weil Thomas Mohr dieses Jahr zeitlich so angespannt ist, hat sein Co-Intendant und einstiger Studienkollege Hans-Jürgen Schippmann einen Großteil der Programmauswahl verantwortet. Und Schippmann hat für 2016 folgende musikalischen Leckerbissen ausgewählt:

Sonnabend, 16. Juli, 19 Uhr, open-air: Das Lübecker Salon-Ensemble wird in diesem Jahr ebenfalls 20 Jahre alt und kommt mit seiner Revue „Das gibt‘s nur einmal“.

Sonntag, 17. Juli, 11 bis 14 Uhr, open-air: Jazzfrühschoppen mit den „Swinging‘ Fireballs“ aus Bremen. Diese Jazzer präsentieren unter dem Titel „Swingcredible“ Glamour und Eleganz der Casinozeit in Las Vegas der 50er und 60er.

Mittwoch, 20. Juli, 19.30 Uhr, Kuhstall: „Wolf und Palm“ — Musikkabarett mit Reinhold Wolf (Gesang) und Thomas Palm (Klavier). Wolf ist normalerweise 1. Geiger an der Deutschen Oper Berlin. Tritt er als Sänger auf, sucht er sich die Lieder von Georg Kreisler aus („Gehn‘ ma Tauben vergiften im Park“).

Donnerstag, 21. Juli, 19.30 Uhr, Kuhstall: Benefiz-Liederabend mit Thomas Mohr (Tenor) und Thomas Palm (Klavier) mit Werken von Carl Loewe. Die Einnahmen gehen an die Kleinkummerfelder Dorfgemeinschaft.

Freitag, 22. Juli, 19.30 Uhr, open-air: A Capella-Konzert mit dem Quartett „Quartonal“Unter der Überschrift „When birds do sing“ präsentiert eines der besten norddeutschen Vokalquartette eine Auswahl von Romantik bis Pop, von Hoch- bis Plattdeutsch. Der Kontakt kam zustande, weil ein Quartettmitglied bei Thomas Mohr, ein anderes bei Professorin Stephanie Schippmann in Lübeck studierte.

Sonnabend, 23. Juli, 19 Uhr, open-air: „The Stokes“ sind eine Folkband aus Irland — nach langer Zeit ist mit diesem Trio also wieder einmal Musik von der Grünen Insel in Kleinkummerfeld zu hören. Die „Stokes“ halten nichts von poppigem oder sonstigem Aufgepeppe — sie spielen Irish Folk in seiner reinen Form.

Sonntag, 24. Juli, 16 Uhr, open-air: Kaffeekonzert mit dem Sänger, Autor und Moderator Yared Dibaba. „Düt und Dat mit Dibaba“ heißt das Programm mit der Gruppe „Schlickrutscher“, deren Musiker im Platt ebenso sattelfest sind wie der dunkelhäutige NDR-Moderator.

Von Lothar Hermann Kullack

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