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23:22 08.12.2015
Wolfgang Glombik wolfgang.glombik@ln-luebeck.de

Da können sich einige an die eigene Nase fassen: Das Scheitern der Flächennutzungsplanung für den Levo-Park ist eine Bruchlandung mit Ansage. Da gibt es einige Kommunalpolitiker, die sich bei ihrer Haltung zum Thema durch die oft arrogant wirkende Haltung des Investors leiten lassen und persönliche Animositäten Sachargumenten voranstellen. Unprofessionell.

Und da gibt es einen Investor, der den Karren unbeirrt immer tiefer in den Dreck fährt, indem er sich nicht kompromissbereit zeigt und sich nicht wirklich müht, um Vertrauen für seine Sache zu werben. Da hilft auch nicht mehr der gute Unternehmer-Name Wachholtz: Vertrauensvorschuss ist schnell verbraucht. Skeptiker, die eine Verödung der Innenstadt durch den Levo-Park befürchten, bekommen um so mehr Beifall.

Die Nutzungsgenehmigungen, die der Kreis Ulf Wachholtz für den Levo-Park ausstellte, sind alle befristet und mehr als wacklig. Trotzdem wurde immer weiter gemacht. Wachholtz hat versucht, Fakten zu schaffen, hat viel Geld in den Levo-Park gesteckt. Er hat ein Gelände gekauft, das als reines Gewerbegebiet konzipiert war, und wollte dort plötzlich einen Stadtteil bauen. Er hat dabei nicht realisiert, dass letztlich nicht Landesplaner, sondern die Kommunalpolitiker vor Ort über Flächennutzungsplan und Bebauungsplan zu entscheiden haben — und gegebenenfalls den Daumen senken.

Das ist gestern Abend passiert. Eine Schlappe mit Ansage: Wachholtz hat das Angebot von Kreis und Stadt ausgeschlagen, erst das vorhandene Gewerbe per Bauleitplanung abzusichern, und wollte Einzelhandel und Wohnen partout nicht ausklammern. Jetzt müssen die Firmen vor Ort die Suppe ihres Vermieters auslöffeln. Hoffentlich gelingt es, eine rechtlich einwandfreie Lösung zu finden, um nicht Arbeitsplätze zu gefährden. Und hoffentlich gelingt es jetzt dem Investor zusammen mit der Politik einen Kompromiss zu finden. Nichts wäre schlimmer, als wenn der Levo-Park zur Investitionsruine wird.

LN

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