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Segeberg Kalkberg-Oase: Rock und Pop quer durch alle Zeiten
Lokales Segeberg Kalkberg-Oase: Rock und Pop quer durch alle Zeiten
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21:10 14.06.2016
Caspar Heidborn („Gagarius“) an Gitarre, Bass und Keyboards, Torsten Schermer (Gesang, Gitarre) und Sängerin Ele Westphal (v.l.) sind die „Time Bandits“. Quelle: Fotos: Hfr

Sonntag, 12 Uhr. Es schüttet, doch die Zuschauer haben es sich trotzdem im Regenzeug auf den hölzernen Sesseln aus umgearbeiteten Euro-Paletten und Kaffeesäcken gemütlich gemacht. Kaum zu glauben, dass sich hier in der Hamburger Straße – nicht gerade ein Boulevard – direkt neben der Kalkberg-Oase ein lauschiges Plätzchen mit viel Grün für eine Konzertreihe auftut.

Hier wird es bei freiem Eintritt open air 16 „Konzerte unterm Sternenzelt“ geben, den ganzen Sommer von mehr oder minder bekannten Gruppen. Das gilt auch für die flaue Zeit, wenn in Segeberg und Umgebung gar nichts oder wenig an kulturellen Höhepunkten geboten wird.

Die 16 Bands und Einzelkünstler bekommen nur eine „Hutgage“, aber den ganzen Sommer hindurch gibt es „Konzerte unterm Sternenzelt“ – Nächstes Mal: „Time Bandits“.

Der Hof wird zum Bad Segeberger Kultur-Plätzchen. Die Newcomer-Band „Days of Northern Lights“ mit Hanna Dreu (Gesang), Hauke Möller (Gitarre), Tristan Riedinger (Piano, Gesang) und Max Wiechmann (Schlagzeug) spielen in der „Kalkberg-Oase“ – fast in Sichtweite von Möbel Kraft. Die 17-jährigen Schüler haben es ’raus, spielen Coversongs, sorgen aber besonders mit ihren eigenen Liedern für Aufmerksamkeit beim Publikum. Das geht ins Ohr, insbesondere mit der Stimme von Hanna Dreu. Die Musik wirkt romantisch und melodiös, ist nicht eindeutig Pop, Blues, Jazz und Soul zuzuordnen. Erst seit Januar ist die Gruppe zusammen und hat schon ihren eigenen Stil gefunden.

Musiker, Kaffeeröster und Veranstalter Ralf Schaffer bietet nicht allein Nachwuchsbands ein Podium. Das war schon ein Wagnis, die Reihe am 11. Juni mit einer Hard-Rock-Band („The Ignition“) anzufangen. „Aber als unter den 150 Zuschauern zuerst die 70-Jährigen zum Tanzen aufstanden, da stand ich ich nur kopfschüttelnd da und fragte mich, was passiert denn da“, berichtet Schaffer. Die Reaktion nach den ersten beiden Konzerten sei positiv: „Die Leute vergleichen das hier mit einem lauschigen Berliner Hinterhof.“ Schaffer möchte alle Generationen mit einem breiten Musikangebot locken.

Das nächste Konzert am Sonnabend, 25. Juni, ab 20 Uhr bietet Gediegenes: Die „Time Bandits“ heißen nicht nur so, sie präsentieren ein Programm quer durch die Zeiten des Rock, von Blind Faith’ „Can’t find my way home“ über „Fields of Gold“ von Sting oder „Broken Wings“ von Mr. Mister bis zu „Heute Nacht“ von der norddeutschen Band „Zing“, in der dieses Trio auch seine Wurzeln hat.

Die nächsten Konzerte

25. Juni, 20 Uhr: Time Bandits, Rock und Pop. 26. Juni, 12 Uhr: Melody Found, Liedermacherin aus Hamburg. 9. Juli, 20 Uhr: Coastrock, Shantyrock aus Hamburg. 10. Juli, 12 Uhr: Stefan Friedrichs, Singer/Songwriter. 23. Juli, 20 Uhr: Elbmafia, Rock und Pop aus Hamburg. 24. Juli, 12 Uhr: Ronnie Finn, Irish Folk. 6. August, 20 Uhr: Steff Heinken, Soul/ Jazz. 7. August, 12 Uhr: „Herr Steinwede“ , Singer/Songwriter (Ex-Torfrock). 20. August, 20 Uhr: Freitag, Pop und Rock aus Lübeck. 21. August, 12 Uhr: Ralf Löper.

 Wolfgang Glombik und Lothar Hermann Kullack

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