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Segeberg Die Knolle lockte das Publikum in die Stadt
Lokales Segeberg Die Knolle lockte das Publikum in die Stadt
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19:48 08.10.2018
Die frisch gebackenen Kartoffelbrote gingen bei Tim Gräper weg wie die sprichwörtlich warmen Semmeln. Quelle: Petra Dreu
Bad Segeberg

Zum siebten Mal hatten die Kaufleute der Hamburger Straße am vergangenen Wochenende zum Kartoffelfest geladen. Da die Segeberger offenbar nie genug von der braunen Knolle bekommen, kamen sie in Scharen und verbanden ihre lukullischen Vorlieben mit einem Einkaufsbummel, denn die meisten Geschäfte in der Innenstadt hatten ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag geöffnet.

Gleich vom Start um 12 Uhr an genossen die Segeberger die herrlich milden Temperaturen, nutzten die Gelegenheit für einen Klönschnack mit Freunden und ließen sich Kartoffelpuffer, Pommes, Kartoffelchips, Kartoffelsuppe und sogar Kürbissuppe schmecken. Weg wie die sprichwörtlich warmen Semmeln gingen auch der Butterkuchen und das vor Ort fertig gebackene Kartoffelbrot der Bäckerei Gräper.

Das Wetter passte, als die Kaufleute der Hamburger Straße an zwei Tagen für knolliges Flair in der Fußgängerzone gesorgt hatten. Am Sonntag öffneten auch die meisten anderen Läden ihre Türen.

Mit Holzschnitzeln hatten die Kaufleute ihren Teil der Fußgängerzone herausgeputzt und Bierzeltgarnituren aufgestellt, die nur zu gerne für eine Stärkung mit den Leckereien der herzhaften Knolle genutzt wurden. Gut zu tun hatten Petra Winter und Carmen Hagemann, die vor den Schaufenstern des Deutschen Roten Kreuzes ihre „Gulaschkanone“ platziert hatten, aus der es allerdings nach Kartoffelsuppe und heißen Würstchen als Einlage duftete. Die beiden Kartoffelfesttage forderten den Frauen einiges ab, die mit der DRK-Bereitschaft immerhin 400 Liter Kartoffelsuppe gekocht und ausgegeben haben. „Lecker, einfach lecker,“ sagte Hans-Georg Kruse, der bereits für die zweite Schale anstand.

Ein paar Meter weiter hatten es sich Marion und Uwe Vogel, Iris Cornelius, Raina Tobian, Gerda Grund und Annegret Evers bei einem Glas Wein gemütlich gemacht, zu dem sie sich Elsässer Flammkuchen schmecken ließen, den Kaminofen-Fachmann Volker Albers aus der „Röhre“ gezogen hatte. „Ein solches Wetter im Oktober. Das muss man doch einfach auskosten“, sagte Iris Cornelius. Ihr konnte der Geschäftsmann und Kaminofenbauer nur recht geben, der vor seiner Ladentür eine kleine Weinstube aufgebaut hatte. „Das Wetter ist bombastisch und Bad Segeberg hat einfach ein tolles Publikum, das sich wohlfühlen möchte. Dass es das tut, ist überall zu sehen“, so Albers, bei dem sogenannte Stehtischöfen für Aufmerksamkeit sorgten. Sie sahen aus wie Stehtische aus Blech, bei denen in der Mitte ein Ofenrohr nach oben ragte, um die Rauch des Holzfeuers im Inneren über die Köpfe der Gäste hinweg abzuleiten. „Es ist schön mollig hier. Daran könnte ich mich gewöhnen“, sagte Barbara Waldner.

Für die kalten Tage möchten offenbar auch die Kunden des Bekleidungshauses M&H gerüstet sein. „Der Sonntag war bei uns ein spürbarer Start in die Wintersaison. Das Interesse an Winterjacken war bei Damen und Herren gleichermaßen groß. Insgesamt sind wir sehr zufrieden. Bemerkenswert war vor allem, dass der Laden quasi mit der Öffnung um 12 Uhr gefüllt war“, freute sich M&H-Chef Michael Hänchen. Dem konnte sich Ingo Schreiber vom Roland-Sporthaus nur anschließen: „Wir hatten Rabattaktionen zum 40-jährigen Bestehen. Das kam bei den Kunden natürlich gut an. Auch wir sind sehr zufrieden mit dem verkaufsoffenen Sonntag.“

Petra Dreu

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