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Segeberg Für den Fall der Fälle: Aktionstag zum Katastrophenschutz
Lokales Segeberg Für den Fall der Fälle: Aktionstag zum Katastrophenschutz
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18:59 10.10.2018
Katastrophenschutztag Norderstedt mit Stefanie Damm und Joachim Seyferth Quelle: BURKHARD FUCHS
Norderstedt

Soviel Blaulicht auf einmal hat es selbst auf dem Gelände des Feuertechnischen Zentrums an der Stormarnstraße in Norderstedt noch nicht gegeben. An diesem Sonnabend, 13. Oktober, veranstaltet dort das Amt für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katstrophenschutz erstmals einen „Katastrophenschutz-Tag“. Sämtliche Hilfsorganisationen, Rettungsdienste, Vereine und Institutionen, die sich um den Schutz der Bevölkerung kümmern, werden sich und ihre Arbeit hier von 10 bis 17 Uhr den Besuchern präsentieren.

„Wir wollen der Bevölkerung dabei nützliche Hinweise und Informationen geben, wie sie selbst Vorsorge treffen können“, sagt Amtsleiter Joachim Seyferth. Vor allem stehe die aktive Beteiligung der Besucher im Vordergrund des Katastrophenschutztages. Es wird ungewöhnliche Einblicke geben, wie die Rettungskräfte bei Großschadensereignisse Hand in Hand zum Schutz der Bevölkerung arbeiten. Der Sanitätsdienst demonstriert, wie er Verletzte im Notfall schnell behandelt und versorgt. Eine Sandsack-Füllmaschine kommt zum Einsatz. Ein Trinkwassernotbrunnen wird installiert. Und es wird den Besuchern gezeigt, wie bei atomaren Katastrophen kontaminierte Menschen dekontaminiert werden.

Hintergrund dieses Aktionstages ist der Internationale Tag der Katastrophenvorsorge, zu dem die Vereinten Nationen seit 1989 alljährlich am 13. Oktober weltweit aufrufen, erklärt Stefanie Damm vom zuständigen Amt der Stadt Norderstedt. Dies fällt zusammen mit dem 30. Jahrestag, an dem der Kreis Segeberg 1988 diese Verantwortung zum Großteil auf die Stadt Norderstedt übertragen hat.

„Alle Menschen, Gemeinden und Regierungen sind an diesem Tag eingeladen, aktiv am Aufbau katastrophenresistenter Gemeinschaften und Länder mitzuwirken“, sagt Amtsleiter Seyferth. „Uns ist es wichtig, hier vor Ort eine Kultur des Risikobewusstseins und der Katastrophenvorsorge zu fördern.“

Das macht das zuständige Fachamt in Norderstedt bereits seit Jahren. So hat es vor drei Jahren eine umfassende Befragung in der Bevölkerung zum Thema Stromausfall gemacht und den Bürgern praktische Tipps gegeben, was sie in einer solche Notlage machen und wie sie sich zu Hause darauf vorbereiten können. Dass dies passieren kann, bewies zuletzt im September 2010 der fast vollständige Stromausfall im Stadtteil Garstedt, der dort für mehrere Stunden die Lichter, Heizungen, Telefone, Computer, Fernseh- und Radiogeräte ausgehen und stillstehen ließ. Dafür sei es angeraten, sich durchaus einen gewissen Proviantvorrat mit länger haltbaren Lebensmitteln wie Konserven, Obst, Reis oder Nudeln in Küche oder Keller für den Notfall aufzubewahren, der bis zu 14 Tage reichte, raten die Notfallexperten Stefanie Damm und Joachim Seyferth.

„Denn die Leute müssen damit rechnen, dass sie die ersten 48 Stunden allein auf sich gestellt sind“, sagt Seyferth. „Wir wollen die Bevölkerung nicht verängstigen und auch keine Panik schüren“, erklärt er. Aber wenn etwas passiert, sollten die Bürger ihren Teil dazu beitragen, dass nicht alles im Chaos versinke.

Burkhard Fuchs

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