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Segeberg „Keen een“ kümmert sich um Opa Jakobs
Lokales Segeberg „Keen een“ kümmert sich um Opa Jakobs
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10:56 13.11.2013
Anna Jürgensen spielt die Sportlehrerin Elvira Berger. Programm und Eintrittskarten sind gedruckt. Quelle: Fotos: Hiltrop
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Fahrenkrug

So gut wie jeden Abend brennt derzeit Licht im Bürgerhaus in Fahrenkrug. Eine kleine, eingeschworene Gruppe kommt dort regelmäßig zusammen. Man spricht Plattdeutsch und heckt — wieder einmal — etwas Großes aus. Zu erleben sind hier die Frauen und Männer von der Fahrenkruger Füerwehr Speeldeel, die gerade ihr neues Stück probt. „Keen Tied för Opa“

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Torsten Hansen und Klaus Funk packen auch bei den Kulissen an.

heißt der Dreiakter von Ubbo Gerds. An diesem Sonnabend ist die Premiere.

Die fröhliche Truppe um Regisseur Hans Schönemann bleibt sich auch in ihrer mittlerweile 44. Spielzeit treu und setzt auf typisch norddeutschen Humor mit einem kräftigen Schuss Kuddelmuddel.

Der Plot dieses Dreiakters jedenfalls hört sich gut an: Opa Jakobs ist „quarkig“, er fühlt sich von allen vernachlässigt: „Keen een von min Familie hett Tied för mi“. Weder Maurer Cassen (Klaus Funk), der Sohn des Opas, noch Gerda (Jutta Kahler), dessen Frau. Auch beider Sohn Gerd (Torsten Hansen) und Elfi (Viola Skibbe) winken immer wieder ab, wenn es um den Opa geht.

Darum schreibt der Großvater schließlich twee „Frunslüd, de in‘t Blatt inseriert hebbt“. Also: Weil sich niemand um den Senior der Familie kümmert, antwortet der Opa auf die Kontaktanzeigen von Rentnerin Dora Langhoff (Britta Huckfeldt) und Elvira Berger (Anna Jürgensen), eine Sportlehrerin im Ruhestand. Das Ganze geschieht nach dem Motto: je öller, je döller. Als wäre das noch nicht genug, will Sohn Cassen unbedingt an die Ersparnisse von Opa gelangen. Makler Behrens (Bernd Rother) hat ihm den Floh ins Ohr gesetzt, noch ein Haus bauen zu müssen.

Hauptperson ist natürlich Opa Jakobs, den wohl niemand aus den Fahrenkruger Reihen so überzeugend verkörpern könnte wie Hein Wriedt. Manchen Fan der Fahrenkruger Füerwehr Speeldeel erinnert Hein Wriedt doch tatsächlich ein bisschen an den großen Henry Vahl vom Hamburger Ohnsorg-Theater. „Wir müssen uns eben Stücke aussuchen, die von der Besetzung her zu uns passen. So viele junge Leute haben wir schließlich nicht“, sagt Regisseur Hans Schönemann zum Haupt-Auswahlkriterium. Dazu kommt, dass nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Laienschauspieler, von denen manche schon seit Jahrzehnten zur Truppe gehören, Spaß beim Spiel haben wollen. Nach den Aufführungen in Fahrenkrug geht es auf Tournee durch den Kreis Segeberg.

Premiere „Keen Tied för Opa“ am Sonnabend, 16. November, 20 Uhr (Einlass: 19 Uhr), Bürgerhaus Fahrenkrug. Karten für sieben Euro nur an der Abendkasse. Außerdem: 17. November, 16 Uhr, und 25.
Januar, 20 Uhr. Danach tourt die Truppe durch den Kreis Segeberg mit Auftritten in Klein Rönnau (26. Januar), Weede (31. Januar) und Leezen (Februar).

Heike Hiltrop

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