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Segeberg Kein Smartphone, kein Internet, viel Spaß
Lokales Segeberg Kein Smartphone, kein Internet, viel Spaß
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20:12 29.07.2016
Beim Piratentag hatten die 16 Nachwuchs-Feuerwehrleute mit ihren Betreuern den meisten Spaß im Camp. Quelle: hfr

16 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Bornhöved sind das Wagnis eingegangen: Acht Tage verbringen die Jugendlichen auf einem Campingplatz in Büsum. Ohne Smartphone und Kontakte über soziale Netzwerke zu Freunden und Bekannten. „Es ist einfach toll hier. Und ohne mein Smartphone habe ich ganz neue positive Erfahrungen sammeln können,“ sagt Mia Kohlhase. „Es entsteht ein neues Gemeinschaftsgefühl, da wir viel mehr miteinander reden“. Die 13-Jährige sagt von sich, sie sei zu Hause ständig online, vermisse momentan ihr Handy überhaupt nicht.

Büsum, das Wattenmeer, den Strand an der Nordseeküste und ein gemeinsames Leben auf engstem Raum, in mehreren Großzelten auf dem Platz „Camping Nordsee“, erleben die neun Jungen und sieben Mädchen.

Nicole Töbelmann (32), als verantwortliche Jugendfeuerwehrwartin, hat mit weiteren fünf Betreuern eine Woche lang für jeden Tag ein attraktives Programm ausgearbeitet. Beispielsweise wurde der Feuerwehr Büsum ein Besuch abgestattet. Muscheln mussten gesammelt werden, um daraus ein Bild zu erstellen oder zahlreiche Insektenhotels wurden gebastelt und an mehreren Stellen auf dem Platz angebracht. Bei unterschiedlichen Wettbewerben, wie Kajakfahren oder Stehpaddeln, galt es sich zu beweisen. Bunt und lustig wurde es am „Piratentag“, an dem sich die Jugendlichen und auch die Betreuer als Piraten verkleideten und schminkten.

Für die Verpflegung ist „Koch“ Olaf Roggensack (48) zuständig. Der Einzelhandelskaufmann hat wie alle weiteren Betreuer Urlaub für diese Tage genommen. Sein Küchenreich ist komplett ausgestattet.

Unterstützt wird er bei seiner Arbeit durch eingeteilte Arbeitsgruppen. „Nudelgerichte in allen Variationen sind der Renner bei den Jugendlichen“, sagt Roggensack. „Sie haben einen gesunden Appetit.

Für ein Frikadellengericht benötigt er rund sechs Kilogramm Hackfleisch, zehn Kilogramm Kartoffeln und fünf Liter Milch für die Bechamel Sauce.

Das Treiben der Jugendlichen bleibt nicht ohne Folgen. „Noch nie hatten wir derartig zahlreiche, zum Glück nur leichte, Verletzungen“, sagte Chefin Töbelmann. Eine Schnittwunde musste vom Arzt genäht werden. In den übrigen Fällen handelte es sich um Prellungen oder Hautabschürfungen.

Heute steht aber bereits der Lkw wieder auf dem Campingplatz, um die Zelte und Zubehör zu verladen und nach Bornhöved zu transportieren. Nach dem Entladen und Reinigen der Gerätschaften sowie dem Einlagern im Feuerwehrhaus beginnen dann die „richtigen“ Ferien der Jugendfeuerwehrleute.

LN

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