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Segeberg Keine Auflockerung am Arbeitsmarkt: Wieder mehr Erwerbslose
Lokales Segeberg Keine Auflockerung am Arbeitsmarkt: Wieder mehr Erwerbslose
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21:21 27.06.2013

Wie das Wetter, so der Arbeitsmarkt: Er zeigt sich allenfalls verhalten. Kein wirklich anhaltender Hoffnungsschimmer ist zu sehen. Während die Arbeitslosigkeit im Vormonat in Elmshorn leicht zurückging und im Kreis Pinneberg stagnierte, nahm sie im Kreis Segeberg geringfügig zu (plus 2,4 Prozent).

„Im Juni führte der Abschluss vieler Ausbildungen und des Schuljahres wieder zu vermehrten Arbeitslosmeldungen von Jüngeren“, sagte Ute Beckmann, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Elmshorn, die weite Teile des Kreises Segeberg mitbetreut. Viele Unternehmen seien gut ausgelastet, zögerten derzeit aber mit Neueinstellungen. Weitsichtige Arbeitgeber sicherten sich jetzt ihre benötigten Fachkräfte, ergänzte sie.

Im Kreis Segeberg waren im Monat Juni 7272 Männer und Frauen arbeitslos. Damit war die Zahl um 135 gegenüber dem Vormonat Mai gesunken. Doch gegenüber dem Vorjahr waren es 610 Personen (9,2 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote ist von 5,2 im Vormonat auf 5,1 gesunken; vor einem Jahr lag sie bei 4,8 Prozent. Die Anzahl der von der Agentur für Arbeit betreuten Personen (Arbeitslosenversicherung) ist im Juni um 179 auf 2789 gesunken, das sind 31 mehr als im Vorjahr. Beim Jobcenter Bad Segeberg (Grundsicherung) wurden 4483 arbeitslose Männer und Frauen geführt, das waren 44 mehr als im Mai. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Zahl um 579 Personen (14,8 Prozent). Üblich ist, dass die Betriebe in der Ferienzeit weniger Arbeitskräfte einstellen. Daher sank die Zahl der Neueinstellungen, und zwar um 17,7 Prozent. Demgegenüber stehen 599 Männer und Frauen, die einen neuen Job fanden. Die Arbeitgeber ihrerseits haben der Agentur für Arbeit für den Berichtsmonat 421 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, das ist eine weniger als im Mai. Zurzeit liegen der Agentur insgesamt 1424 freie sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen vor.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften liegt damit um 38 (2,6 Prozent) unter der des Vergleichsmonats aus dem Vorjahr. Zu den 7732 Arbeitslosen kamen im Juni weitere 1233 Menschen, die ohne Arbeit waren.

An die Ausbildungsbetriebe appelliert Ute Beckmann, freie Lehrplätze nicht unbesetzt zu lassen, nur weil sich der Idealbewerber nicht gemeldet habe. „Auch Jugendliche mit schlechteren Schulnoten oder Jugendliche mit Behinderungen können zu gefragten Fachkräften ausgebildet werden“, unterstrich sie. Und sicherte die Hilfe der Arbeitsagentur mit Stützunterricht oder Langzeitpraktika zu.

Im Kreis Segeberg wurden in den vergangenen neun Monaten 1281 Ausbildungsplätze gemeldet, zwei weniger als im Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 1414 Bewerber, die sich an die Berufsberatung gewandt haben. 558 von ihnen waren Mitte Juni noch nicht vermittelt, ebenso blieben 522 Lehrstellen unbesetzt. urs

LN

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