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Segeberg Keine Autobahn bei Klein Gladebrügge — sagt zumindest die Glaskugel
Lokales Segeberg Keine Autobahn bei Klein Gladebrügge — sagt zumindest die Glaskugel
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21:22 11.01.2016
Beim Neujahrsempfang in Klein Gladebrügge waren die „Los Paukeros“ nicht nur für die Musik verantwortlich. Erich Gade, Wolfram Schmidt und Mirco Oldigs sagten auch die Zukunft der Gemeinde voraus. Quelle: Domann

Ein aufregendes Jahr steht der Gemeinde Klein Gladebrügge bevor: ein riesiges Karnevalsspektakel, das dem „Wacken Open Air“ den Rang streitig macht, 273 Sonnentage und definitiv keine Autobahn. Das und einiges mehr haben jedenfalls die Musiker der Lehrerband „Los Paukeros“ während des Neujahrsempfanges für die Gemeinde vor rund 60 Gästen in der Glaskugel und im Kaffeesatz gelesen.

Weil Sänger Knut Peters plötzlich erkrankt war, hatten sich Erich Gade (Gitarre), Mirco Oldigs (Gitarre) und Wolfram Schmidt (Geige) spontan für eine Mischung aus Musik und Weissagung entschieden.

„Musiker brauchen immer einen Nebenjob, und Musik hat etwas mit Magie und Schamanismus zu tun“, erklärte Oldigs. Ein Blick in die Glaskugel zeigte ihm die gigantische Faschingsfete, auf der auch hübsche Brasilianerinnen auftreten werden. Die scheinen es den Lehrern angetan zu haben, war doch im Programm auch das „Girl from Ipanema“ zu hören, das sich am Strand des Gieselteiches in der Sonne aalte. Schließlich hatte Gade im Kaffeesatz die Zahlen 2,3,7 gesehen und daraus die Anzahl der Sonnentage interpretiert. Ein wenig schwächelte das Trio, als es als Astro-TV-Berater Fragen aus dem Publikum beantworten wollten. Die Lottozahlen wollten einfach nicht im Kaffeepulver erscheinen.

Zuvor war Bürgermeister Arne Hansen kurz auf die aktuelle Situation eingegangen: „Wir leben in einer krisengeschüttelten Zeit. Krieg beherrscht den Alltag, der nun auch uns erreicht hat.“ Er bewunderte die „Straightness“ der Kanzlerin, drückte sich aber etwas vorsichtiger aus. „Wir können das schaffen.“ Allerdings gehöre zum Können auch immer ein Wollen. Hansen lobte die Hilfsbereitschaft der Klein Gladebrügger. Die Flüchtlinge seien eine klare Bereicherung. Er betonte aber auch, dass die Flüchtlinge viele andere wichtige Themen wie Finanzkrise und Klimawandel in den Hintergrund gedrängt hätten. „Wir müssen unser Leben ändern, aktiv werden. Denn der Klimawandel wird Millionen von Flüchtlingen generieren“, sagte Hansen. Auch das könne geschafft werden.

Unterirdisch schlecht sei dagegen die Planung der A 20. „Es geht hier nicht um Fledermäuse, sondern um Menschen, auf die keine Rücksicht genommen wird.“ Er kritisierte, dass weder schnell noch gründlich gearbeitet werde. Massive Versäumnisse bestimmten die Planung. Deshalb fordere er ein komplettes neues Linienfeststellungsverfahren. „In dieser Legislaturperiode wird kein Meter A 20 mehr gebaut“, so Hansen. Das konnte jedenfalls Gitarrist Oldigs mittels seiner Glaskugel verifizieren.

sd

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