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Segeberg Keine Fördergelder für das Sportlerheim in Weede
Lokales Segeberg Keine Fördergelder für das Sportlerheim in Weede
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16:11 02.07.2017
Keine gute Nachricht für das Jugend- und Sportlerheim Weede: Die beantragten Fördergelder wurden abgelehnt. Quelle: Foto: Petra Dreu
Weede

Das Feuerwehrhaus in Weede ist marode, und das Jugend- und Sportlerheim aus den 1960er Jahren steht dem auch in nichts nach. Die Sanitäranlagen sind alt und die Kosten für Heizöl steigen ins Uferlose. Ein Neubau, in dem Jugendliche und Sportler, aber auch die Feuerwehr ausreichend Platz hätten und auch noch Lagerräume für die Gemeinde vorhanden wären, soll 1,58 Millionen kosten. Für Weede wäre das kaum zu stemmen und so setzte die Gemeinde alle Hoffungen auf Fördergelder des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR). Etliche Unterlagen musste das Amt Trave-Land noch im Nachhinein für den Förderantrag zusammensuchen oder anfertigen lassen. Die Hoffnung auf einen Zuschuss in Höhe von 750 000 Euro war groß. Doch nun kam die Absage. Nicht einen Euro erhält Weede aus dem Fördertopf.

„Wir müssen uns einen Plan B überlegen“, sagte Bürgermeisterin Gretel Jürgens am Donnerstag während der Sitzung ihrer Gemeindevertretung. Dass Weede völlig leer ausgeht, damit hatten weder sie noch de anderen Gemeindevertreter gerechnet. „Wir und das Amt Trave-Land haben uns wirklich viel Mühe gemacht. Wir haben sogar noch Geld hinein gesteckt, weil immer mehr von uns gefordert wurde. Dass es jetzt gar nichts gibt, ist enttäuschend“, sagte Weedes stellvertretender Bürgermeister Bernd Sulimma betrübt.

Woran es gelegen hat, ist der Gemeinde nicht mitgeteilt worden. Sie weiß nur, dass es einen Punktekatalog gegeben hat und dass Weede im Vergleich mit anderen Gemeinden, die sich ebenfalls um Fördermittel beworben hatten, auf dem letzten Platz gelandet ist. Was die anderen Gemeinden anders oder besser gemacht haben, welche Punkte höher als andere bewertet wurde, hat Weede bislang nicht in Erfahrung bringen können. „Wir wissen nur eines: Wir haben gleich zwei Gebäude, die nicht mehr in Ordnung sind. Wir müssen jetzt nach einer Lösung suchen. Zehn Jahre können wir damit nicht mehr warten“, ist Bernd Sulimma besorgt.

1,585 Millionen Euro Gesamtkosten sind für das Mehrzweckhaus mit der Bezeichnung „Kulturzentrum“ nach ersten Kostenschätzungen benannt worden. 1,150 Millionen Euro sollen das Gebäude und Nebenkosten verschlingen, knapp 297 000 Euro soll die technische Ausrüstung kosten, weitere 138 000 Euro sind für die Gestaltung der Außenanlagen veranschlagt worden. Die Planungen für das Kulturzentrum, das anders als das jetzige Jugend- und Sportlerheim mehr an die Straße rücken soll, basieren auf einen Entwurf von Kurt und Jana Schmidt, die damit 2015 einen Architektenwettbewerb gewonnen hatten.

Verabschiedet hatten die Weeder Gemeindevertreter an dem Abend zudem gleich drei Stellungnahmen für die „Teilaufstellung des Regionalplanes für den Planungsraum II“. Eine betraf dabei die Erweiterung des bereits bestehenden Bürgerwindparks Neuengörs-Weede, eine weitere das als Fläche für Repowering-Anlagen ausgewiesene Gebiet zwischen Bad Segeberg, Weede und Schieren. Vorsorglich hatten die Weeder Gemeindevertreter auch eine Stellungnahme zu der relativ kleinen Fläche zwischen Weede und Geschendorf abgegeben, die derzeit als abgelehnte Potenzialfläche im neusten Regionalplan-Entwurf ausgewiesen ist.

Argumente der Gemeinde sind unter anderem die hohe Anzahl von Windkraftanlagen rund um Weede sowie die gemeindliche Siedlungsentwicklung, die ihr durch zusätzliche Anlagen genommen würde.

 pd

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