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Segeberg Keine Förderung für Sportplatz-Sanierung
Lokales Segeberg Keine Förderung für Sportplatz-Sanierung
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20:30 11.04.2016
400-Meter-Bahn, Leichtathletikanlagen, automatische Bewässerung: 835000 bis 915000 Euro hätte der neue Sportplatz gekostet. * Quelle: Siller/hfr

So schön sah die Planung für die Sportplatzsanierung aus: eine neue 400 Meter Kunststoffbahn um das Fußballfeld des TVT herum. Dazu moderne Leichtathletikanlagen. Doch aus der schönen, aber auch mindestens 835000 Euro teuren Planung wird erstmal nichts. Der Trappenkamper Antrag bei einem 140 Millionen Euro schweren Bundesförderprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen für Sport, Jugend und Kultur blieb unberücksichtigt. „Das wäre ein Sechser im Lotto gewesen“, sagt Bürgermeister Harald Krille. Fast 1000 Projektanträge wurden gestellt. Ein weiterer Fördertopf ist derzeit nicht in Sicht. Nun wird über eine Sportplatzsanierung „light“ nachgedacht.

„Das wäre wie ein Sechser im Lotto gewesen. Wir müssen neu nachdenken.“Harald Krille, Bürgermeister

Am meisten enttäuscht ist die Richard-Hallmann-Schule. Die Gemeinschaftsschule mit Oberstufe hat ein junges Sportprofil. „Ein neuer Sportplatz wäre schon schön gewesen“, sagt Schulleiterin Renate Holfter. Das Sportprofil sei durch die abgelehnte Förderung aber nicht in Gefahr. Man arbeite mit der Landesturnschule zusammen, die eine Laufbahn besitzt — auch wenn diese nicht 400 Meter lang ist.

Für die Abiturprüfung müsse man allerdings ausweichen. Auch wolle man mit der Sventana-Schule in der Nachbargemeinde Bornhöved zusammenarbeiten, die eine 400-Meter-Bahn besitzt. „Es ist halt alles etwas aufwändiger“, so Holfter. Doch habe die Schule mit dem Tennisangebot eine attraktive Spezialisierung gefunden. Im zweiten Jahr gebe es 28 Anmeldungen für das Sportprofil. Holfter: „So viele kann ich gar nicht aufnehmen.“

Der Turnverein Trappenkamp trauert vor allem der Beregnungsanlage für den Rasen hinterher, die an der Sportplatzplanung hängt. „Wir legen immer noch Schläuche aus“, so TVT-Vorsitzender Hans- Henning von Reichenbach. Das ist zeitintensiv und verschwendet viel Wasser durch die Verdunstung am Tag. Da der TVT keine Leichtathletiksparte hat, sei die 400-Meter- Bahn nicht die erste Priorität des Vereins, so von Reichenbach. Durch die Schule hätte solch eine Sparte zwar Entwicklungspotenzial für den Verein. Jedoch sei die oberste Priorität eine Multifunktionshalle. Seit einigen Jahren gibt es keine Tennishalle mehr im Ort. Je nach Belag könnten weitere Sportarten darin angeboten werden, etwa Fußball. „Und man ist witterungsunabhängig“, betont von Reichenbach. „Das entlastet die anderen Hallen und könnte auch der Schule nutzen.“

„Wir müssen jetzt neu überlegen“, sagt Krille. Eine Halle sei sicherlich attraktiv, doch das müsse politisch beraten werden. 500000 Euro stehen für die Sportplatzsanierung im Investitionsplan.

Man müsse nun überlegen, wie das Geld sinnvoll genutzt werde. Die vorhandenen Leichtathletikanlagen sind dringend sanierungsbedürftig. Auch eine Beregnungsanlage könne schnell 100000 Euro kosten.

Von Nadine Materne

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