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Segeberg Kickern mit der Ministerin in Klein Gladebrügge
Lokales Segeberg Kickern mit der Ministerin in Klein Gladebrügge
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20:35 25.08.2017
Jungen gegen Mädels: Finanzministerin Monika Heinold und Mara-Sophia Andersen gegen Jan und Tim Fabritz (v.l.). Quelle: Foto: Petra Dreu

Hat die Jugend keine Lust mehr auf Politik? Dieser Frage ging Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) während der politischen Sommerpause in neun Städten und Gemeinden nach. In Klein Gladebrügge traf sie gestern einen der kleinsten Kinder- und Jugendbeiräte im Land.

Monika Heinold hat einen der kleinsten Kinder- und Jugendbeirat im Land besucht.

„Meine anderen Kollegen sind viel mehr im Land unterwegs. Ich dagegen habe mehr Büroarbeit. Doch es ist mir wichtig, mit den Menschen in Kontakt zu bleiben. Dafür nutze ich dann die Sommerpause“, erzählte die Ministerin, die von Vertretern des Gemeinderates und des Kinder- und Jugendbeirates begeistert in Empfang genommen wurde. In diesem Sommer hatte sie sich für ihre Tour die Jugend ausgesucht, denn: „Seit 2003 ist die Kinder- und Jugendbeteiligung in der Gemeindeordnung festgeschrieben, aber nicht überall wird sie gleich gut umgesetzt“, bedauerte Heinold.

In Klein Gladebrügge traf sie auf die Schüler Mara-Sophia Andersen (14) und die beiden Brüder Tim (15) und Jan Fabritz (17). Sie waren im September 2016 die einzigen Bewerber für den Kinder- und Jugendbeirat. 60 Jugendliche ab 14 Jahren waren angeschrieben worden, die Resonanz jedoch war mager. Auch die Zahl der Wähler hielt sich in Grenzen, denn nur zwölf Jugendliche hatten ihre Stimme abgegeben.

Über ihren 500 Euro großen Etat waren sie anfangs hoch erfreut, mussten dann jedoch feststellen, dass 500 Euro für ein paar Spielgeräte nicht wirklich viel ist. Dass die bürokratischen Mühlen meistens sehr langsam mahlen, haben auch die drei Schüler inzwischen festgestellt, die einen Basketballkorb auf einer öffentlichen Fläche ganz oben auf ihren Wunschzettel geschrieben hatten. Während des Besuchs der Finanzministerin wurden sie mit einer freudigen Nachricht überrascht. Diese hatte Gerd Diedrichsen, Vorsitzender des Planungs- und Umweltausschusses mitgebracht, nachdem weitere Details für das Baugebiet zwischen der Oldesloer und der Traventhaler Straße festgezurrt worden sind. „500 Quadratmeter sind für Basketballkorb und Spielplatz eingeplant“, verriet Diedrichsen.

Viele Kontakte zu Gleichaltrigen im Dorf haben Mara-Sophia, Tim und Jan nicht. „Manche Kinder und Jugendlichen kenne ich nur vom Sehen“, bedauerte Mara-Sophia, die in Bad Segeberg die Dahlmannschule besucht. Jan, Schüler des Berufsbildungszentrums, und sein Bruder Tim, der in die Gemeinschaftsschule am Seminarweg geht, kennen durch das Austragen von Zeitungen zwar mehr Jugendliche in ihrem Alter, doch einen intensiveren Kontakt zu ihnen haben auch sie nicht. Außerdem bedauern sie eine Spaltung der Gemeinde in Oldesloer und Segeberger Straße.

Das soll sich aber am 29. September bei einer Fahrradtour mit anschließendem Grillfest ändern, zu dem ausdrücklich alle Einwohner eingeladen sind. Treffpunkt ist um 16 Uhr am Feuerwehrhaus.

Petra Dreu

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