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Segeberg „Kieler Modell“ soll im Herbst 2016 stehen
Lokales Segeberg „Kieler Modell“ soll im Herbst 2016 stehen
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21:22 22.12.2015
Die Wankendorfer baut in der Theodor-Storm-Straße dieses Haus für Flüchtlinge. Später ziehen dort Senioren ein. Visualisierung: Zastrow und Zastrow

Die Fotomontage zeigt: So wird sich die Bad Segeberger Theodor-Storm-Straße optisch verändern. Wie berichtet, ist dort von der Wankendorfer Baugenossenschaft eine Flüchtlingsunterkunft im neuen Stil nach dem „Kieler Modell“ geplant. Das Konzept wird mit Geld der Sozialen Wohnraumförderung des Landes finanziert. Erst werden in derartigen Häusern Flüchtlinge untergebracht. Später können die Wohnungen mit Fahrstühlen und Balkonen ausgestattet werden, dann für Senioren.

Wankendorfer-Vorstandsvorsitzender Helmut Knüpp erklärte auf LN-Anfrage, dass man in wenigen Tagen die Baugenehmigung erwartet. „Wir lassen parallel schon die Ausschreibung laufen.“ Baubeginn auf dem brachliegenden Grund werde im März/April sein. Die Fertigstellung sei für Herbst kommenden Jahres geplant, so Knüpp. Die Stadt Bad Segeberg werde mit der Wankendorfer Baugenossenschaft einen Generalmietvertrag für einen Zeitraum von fünf Jahren abschließen. Zusätzlich habe die Stadt die Option, den Vertrag um weitere fünf Jahre zu verlängern. In dieser Mietzeit kann die Stadt dort ihre Asylbewerber unterbringen. Es handele sich dabei um 56 Plätze, so Knüpp. „Wir wollen, dass dort nicht nur Alleinstehende untergebracht werden, sondern vor allem Familien.“ Das sei besonders Bürgermeister Dieter Schönfeld wichtig. In dem Neubau seien Gemeinschaftsflächen vorgesehen, „die kulturelle und religiöse Vielfalt erlauben“, erklärt Knüpp. Das diene nicht nur der Unterbringung, sondern biete Möglichkeiten, dort ein vernünftiges Leben zu organisieren. Landesweit habe die Wankendorfer über 300 Wohnungen für Asylbewerber bereitgestellt. Knüpp: „Bei uns leben etwa 1000 Flüchtlinge.“ Knüpp muss es daher wissen: Es gebe bei Flüchtlingen nicht mehr „Störfälle“ als bei deutschen Mietern.

wgl

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