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Segeberg Kinderschutzwochen des Kreises starten
Lokales Segeberg Kinderschutzwochen des Kreises starten
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16:29 31.08.2018
Friedemann Berger, Yvonne Andresen, Barbara Prieß und Dagmar Kristoffersen (v. l.) haben die Kinderschutzwochen initiiert. Quelle: Irene Burow
Segeberg

Sie dürfen spielen, sie dürfen Nein sagen und mitreden: Kinder haben Rechte. Drei Wochen lang steht der Schutz von Kindern im Kreis Segeberg besonders im Fokus. Anlass ist der internationale Kindertag am 20. September. „Wir wollen zeigen, wie die Rechte umgesetzt und gelebt werden“, sagt Dagmar Kristoffersen von der Fachstelle für Kinderschutz im Segeberger Jugendamt. Was es alles gibt, soll ab der kommenden Woche offensichtlich werden. Die Kinderschutzwochen finden vom 4. bis zum 22. September statt – zum achten Mal.

Mehr Mitarbeiter in der Fachstelle

In der Fachstelle ist das Personal in den vergangenen Monaten deutlich aufgestockt worden. Ein Zeichen dafür, dass dem Thema mehr Beachtung geschenkt werden muss. Wie Kinder zum Beispiel am gesellschaftlichen Leben, an Schulen, Prozessen oder im Gemeinderat beteiligt werden können. „Das richtet sich auch an die Politik“, sagt Barbara Prieß von der Fachstelle. „Wenn sie mehr mitgestalten sollen, muss man ihnen die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen.“ Die ersten Schritte seien getan, aber es gebe auch noch viel Potenzial.

Diverse Einrichtungen in Segeberg helfen dabei, Familien zu begleiten, Raum für Austausch zu schaffen und zu beraten. Ziel der Kinderschutzwochen ist es, Hilfsangebote bekannt zu machen: von Vereinen, Beratungsstellen, Familienzentren. Ausgeschöpft sei das Thema längst nicht. „Fachleute sind in der Materie drin. Das dürfen wir nicht von allen Eltern erwarten“, sagt Dagmar Kristoffersen. Eltern seien stets auf ein bestimmtes Alter fokussiert. „Sie wachsen mit dem Alter der Kinder mit“, sagt sie. Die Themen veränderten sich: erst die Geburt, später Kindergarten, Grundschule, Pubertät, Alkohol, Drogen. . .

Immer wieder auf Angebote hinweisen

„Es gibt ein Repertoire. Unsere Aufgabe ist es auch, die Angebote immer wieder vorzustellen, damit sie gerade in die Lebensphase passen.“ Gesellschaft und Angebote wandelten sich schließlich auch: „Was vor fünf Jahren zum Thema Medien erklärt wurde, gilt heute nicht mehr. Alle stolpern irgendwie hinterher. Da stehen die Eltern vor großen Aufgaben“, erklärt Barbara Prieß. Gleiches gelte für die Trägerstruktur. Noch immer gebe es unbeleuchtete Problemfelder, wie etwa Eltern mit psychisch kranken Kindern. „Und wir werden immer wieder feststellen: Da gibt es noch Felder, wo wir sensibilisieren können.“ Genau das sei die große Herausforderung: wen man wie erreiche.

Die rund 20 Akteure haben für die Kinderschutzwochen ein spezielles Programm geschaffen: für Eltern, Kinder – oder beide – und für Fachkräfte. Dazu gehören Vorträge und Elternworkshops, Mitmachaktionen und vieles mehr zwischen Bad Bramstedt bis Trappenkamp sowie Kaltenkirchen und Bad Segeberg.

Auftakt mit Ausstellung über Pädagogen

Zum Auftakt wird am kommenden Dienstag um 16 Uhr im Familienzentrum Nahe eine interaktive Wanderausstellung mit dem Titel „Little Pädagogien“ eröffnet. Sie beschäftigt sich mit dem Volk der Pädagogen: ihre Sprache und Methoden – alles mit einem Augenzwinkern betrachtet. Zum Abschluss am Sonnabend, 22. September, steigt von 14 bis 17 Uhr ein Kinderfest vor dem Henstedt-Ulzburger Rathaus. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei, sie sind zu finden auf fruehe-hilfen.segeberg.de.

Das Motto der Kinderschutzwochen lautet in diesem Jahr „Kindern Freiräume geben“. Angesprochen sind Familien mit Kindern, die in die Kita und Grundschule gehen. Erstmals hatten die Kinderschutzwochen im September 2011 stattgefunden. „Kindern eine Stimme geben“ lautete das Motto 2017. „Kindern ein Zuhause geben“ war es 2016.

Irene Burow

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