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Segeberg Kinocenter Bad Segeberg: Mit neuem Geschäftsführer in die Zukunft
Lokales Segeberg Kinocenter Bad Segeberg: Mit neuem Geschäftsführer in die Zukunft
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00:15 01.12.2016
Frank Häfner (l.) zeigt einen der „normalen“ neuen Sessel in Rot, Geschäftsführer Stefan Schwabe trägt die schwarze Edel-Variante aus Leder. FOTOS: KULLACK
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Bad Segeberg

Eröffnung schon Mitte Dezember? Wenn man die vielen Handwerker auf der Baustelle des „CinePlanet 5“ in der Oldesloer Straße herumwuseln sieht und im großen Foyer staunend vor riesigen Haufen von Kisten und Paketen steht, mag man das kaum glauben. Doch das Betreiber-Ehepaar Ute und Frank Häfner hofft sehr, dass die Handwerker die Zeitpläne einhalten – bei laufendem Betrieb wohlgemerkt. Dann könnte noch vor Weihnachten Eröffnung sein – mit einem neuen Geschäftsführer: Stefan Schwabe (37) verlässt den Cinestar-Komplex in Lübeck und fängt in Bad Segeberg an.

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Jörn Kniebel vom gleichnamigen Fliesenbetrieb aus Bebensee verlegt hier die schönen grauen Fliesen für den Tresenbereich des Foyers.

Sich selbst bezeichnet Schwabe, der das Lübecker Kinoleben über Jahre mitgeprägt und zuvor schon große Kinokomplexe in Mainz, Frankfurt oder Erfurt eröffnet und geleitet hat, als jemanden, der mit dem Kino aufgewachsen ist. „Als Junge habe ich praktisch im Kino gelebt. Der erste Film in Eutin war ,Räuber Hotzenplotz’ mit Gerd Fröbe, zu dem mich meine Oma eingeladen hatte.“ Später, noch als Schüler, arbeitete Schwabe im Eutiner Kino, und sein Berufsweg war vorgezeichnet: „Kaufmann audiovisuelle Medien“ hieß sein Ausbildungsgang in Mainz, wo er gemeinsam mit angehenden Filmproduzenten, Fernseh- und Radiomachern die Schulbank drückte. Nach Ausbildungsende arbeitete Schwabe in vielen großen Kino-Häusern quer durch Deutschland.

Aus Lübeck haben nicht etwa die Häfners Schwabe abgeworben. „Wir kennen uns schon viele Jahre“, sagt Ute Häfner. „Stefan liebt Kino wie wir.“ Und als der Freund angesichts des großangelegten Umbaus fragte, ob man denn schon einen Geschäftsführer habe, stimmte das Ehepaar sofort begeistert zu, als Schwabe sagte, dass er sich mit seinen 37 Jahren vorstellen könne, sich noch einmal beruflich zu verändern.

„Das mache ich sehr gern – zumal hier in Bad Segeberg etwas entstanden ist, was man sonst in der ganzen Gegend nicht findet“, sagt der angehende Geschäftsführer, der es Ute und Frank Häfner erlauben wird, sich aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen und nur noch Konzepte zu entwickeln.

Der neue „CinePlanet“ mit seinen künftig sieben Sälen kann sich wirklich sehen lassen – das ist schon jetzt, noch mitten in der Handwerksphase, zu sehen. In mehreren Sälen wird es Premium-Logen mit teuren Ledersesseln samt breiter Armlehnen und viel Beinfreiheit geben. Alle Säle sind mit Beamern und Spielkonsolen ausgestattet, sodass hier am Vormittag Firmen- und Vereinsveranstaltungen denkbar sind. Die Technik erlaubt auch Live-Übertragungen: Etwa von großen Rock-Konzerten in 3-D, sodass man den Eindruck gewinnt, Mick Jagger hampele direkt vor einem auf der Bühne herum. Ute Häfner träumt von einer Sonntagsmatinee mit Direktübertragung aus der Metropolitan Opera in New York – mit den neuen technischen und räumlichen Voraussetzungen im Segeberger Kino alles möglich.

„Diese Säle sind die Sahne auf der Torte“, sagt Schwabe. Sieben Leinwände bespielen zu können, bedeute auch, nicht alles zeigen zu müssen, was angeboten wird: „Da kann ein guter Film auch mal über mehrere Wochen laufen.“

In Konkurrenz mit den Komplex-Kinos in den Großstädten könne man sich durchaus behaupten, wenn man mit Liebe und Spaß am Job handelt, sagt der neue Geschäftsführer. Auch sei es nicht mehr so wie vor Jahren, dass die großen Verleiher den Kinos das Programm diktieren – man arbeite jetzt partnerschaftlich zusammen, um gemeinsam gute Ergebnisse erzielen zu können.

 Lothar Hermann Kullack

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