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Segeberg Kirche sucht Kandidaten
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22:01 06.02.2016
„Die Suche ist dieses Mal nicht so einfach, weil die Ratsmitglieder sich gleich für acht Jahre verpflichten müssen. Diesen langen Zeitraum scheut so mancher.“ Propst Daniel Havemann

Gewählt wird erst am 1. Adventssonntag. Der ist dieses Mal am 27. November. Doch schon jetzt werden im Kirchenkreis Plön-Segeberg Kandidaten für die in ganz Norddeutschland stattfindenden Kirchen-Gemeinderatswahlen gesucht.

„Das ist dieses Mal nicht so einfach, weil die Ratsmitglieder sich gleich für acht Jahre verpflichten müssen. Diesen langen Zeitraum scheut so mancher“, sagt Propst Daniel Havemann. Trotzdem hofft der Kirchenkreis genügend Bewerber zu finden, die in den Gemeinden die 126 000 Kirchenglieder in beiden Kreisen (2014 waren es mit 128000 noch 2000 Mitglieder mehr) vertreten.

Dass dieses Mal die Wahlperiode auf acht und nicht wie bisher auf sechs Jahr festgeschrieben ist, liegt an der Fusion zur Nordkirche: Die 2,1 Millionen evangelische Christen in den 1028 Gemeinden in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sollen künftig immer am selben Tag ihre Ratsmitglieder wählen. So der Grund für die Angleichung.

Es gibt eine zweite Änderung, und die lässt Peter Wiegner, Präses der Kirchenkreissynode, auf eine Stärkung der Gemeinderäte hoffen: Das passive Wahlalter wurde von 16 auf 14 Jahre herabgesetzt:

„Somit wurde das Wahlalter dem Eintritt in die Religionsmündigkeit angeglichen. Ich hoffe, dass wir dadurch die in Jugendgruppen aktiven Kinder und Jugendlichen noch stärker in die Gemeindearbeit einbinden können“, sagt Präses Wiegner. Jene Zeiten, als mit den „Kirchenältesten“ allein eine Art „inner circle“ über Wohl und Wehe einer Gemeinde entschied, seien schließlich vorbei, sagt Ernst Faehling, Propst für den Plöner Bereich und im gesamten Kirchenkreis für die Pressearbeit zuständig. Außer den Jugendlichen sollten auch gern Migranten oder andere Gruppen die Gemeindearbeit mitbestimmen, die bisher am Rande standen.

Dass Kirchenmitglieder ab dem 27. November bereits mit 14 Jahren wählen gehen dürfen, hilft aber weder Nordkirche noch dem Kirchenkreis Segeberg-Plön bei der Kandidatenfindung: Aufstellen lassen kann man sich nach wie vor erst ab 18 Jahren. Doch die Vertreter des Kirchenkreises hoffen, auch dieses Mal genügend Bewerber zu finden. Auch bei der Wahlbeteiligung möchte man gern mehr erreichen als jene 30 Prozent, die vor sechs Jahren im Durchschnitt herauskamen, wobei es starke regionale Unterschiede gegeben habe, sagen die beiden Pröpste und der Synodenpräsident.

„Sie haben eine Stimme“ oder „Mit Stimmen“ heißen die Kampagnen der Landeskirche zu den Kirchen-Gemeinderatswahlen am 27. November. Mit diesen Konzepten und Werbeaufrufen beschäftigten sich zuletzt auch die 63 Synodalen bei ihrer Zusammenkunft in Bad Segeberg. Nun werden die Konzepte und Aufrufe von der Kirchenkreissynode in die 38 Gemeinden weiter gereicht: Wer stellt sich der Verantwortung, wer lässt sich aufstellen und wer geht zur Wahl?

Lothar Hermann Kullack

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