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Kita-Mütter werfen der Stadt teure Fehlplanungen vor

Bad Segeberg Kita-Mütter werfen der Stadt teure Fehlplanungen vor

Hat hier jemand geschlampt? Eine Arbeitsgruppe, besetzt mit Politikern, Eltern und Verwaltung soll für Aufklärung sorgen, wie es zu den rätselhaften Berechnungen der Stadt für die Kindergartengebühren kommt. Die Eltern der Kita-Kinder deckten erhebliche Widersprüche bei der Kalkulation der Stadt auf, sie wehren sich gegen die geplanten, drastischen Gebührenerhöhungen schon ab Mai.

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Die Berechnungen geben Rätsel auf: Die Mütter sind nicht bereit, für Fehler der Stadt bei der Kalkulation der Kitaplätze zu zahlen.

Quelle: Glombik

Bad Segeberg. Auch einige Stadtpolitiker forderten Dienstag im Sozialaussschuss vehement Aufklärung, bevor man die Eltern zur Kasse bitte. Immerhin ist die 40-prozentige Eigenbeteiligung der Eltern so gut wie vomTisch. Der Ausschuss empfahl einstimmig, in einer Satzungsänderung diese bis auf ein Drittel abzusenken.

Wie die LN berichteten, dürften die geplante Erhöhungen für einige Familien katastrophal sein. Für sechs Stunden täglich in der Krippe müssen sie derzeit monatlich 276 Euro zahlen, das soll auf Vorschlag der Verwaltung künftig 365 Euro kosten. Das sind über 32 Prozent mehr. Auch bei den Kindern von drei bis sechs Jahren und im Hort drohen Gebührenerhöhungen um zehn Prozent. Einige betroffene Mütter erklärten im Ausschuss, welche „drastischen Folgen“ das für ihre Familien hätte. Die Eltern fordern zu klären, wie die Stadt ihre Kosten berechnet, bevor sie bereit seien, Gebührenerhöhungen zu akzeptieren.

Stadtvertreterin Petra Kröger (CDU) — sie ist selbst „vom Fach“, arbeitet beim Kirchenkreis — stellte eine Differenz von insgesamt 90000 Stunden für das Anrechnungsjahr 2014 fest. Diese Riesenlücke klafft zwischen der Kalkulation und der später erfolgten Abrechnung der Kita-Betriebskosten. Kröger: „Das ist eine eklatante Unterdeckung. Wo ist der Fehler gemacht worden? Bei der Kita-Leitung oder in der Verwaltung?“

Es dürfe nicht sein, dass die Eltern auch 2016 zur Kasse gebeten würden für Kinderbetreuung, die tatsächlich gar nicht stattfinde. Ihr erschließe sich nicht, wie die Zahlen für die Kita-Gebühren zustande kämen. „Da muss 2014 ein erheblicher Fehler passiert sein. Wir reden von 348 Stunden, das sind 50 Kinder bei einer durchschnittlichen Betreuungszeit von sieben Stunden, die am Tag fehlen.

Das kann ich nicht nachvollziehen.“ Auch Stadtkämmerin Christiane Ostwald, die für den Stellenplan der Kita nicht verantwortlich sei, zeigte sich „ziemlich geschockt“ über die Abweichungen.

Bürgermeister Dieter Schönfeld wies Kritik an der Kita-Leitung zurück. Wenn die angebotenen Betreuungsstunden nicht in Anspruch genommen wurden, „heißt das nicht, dass da Menschen arbeitslos herumgesessen haben“. Er erklärte, dass Gruppen mit zehn oder zwölf Betreuungsstunden nicht so wie geplant in Anspruch genommen wurden. Als Stadt sei man verpflichtet, Betreuungsangebote mit entsprechend Personal vorzuhalten, auch wenn sie nicht voll angenommen werden. So setze die Kita Christianfelde auch altersgemischte Gruppen ein, die nur 15 Kinder aufnehmen, statt 20 in einer Norm-Gruppe.

Aber wenn man so ein Angebot mache, müsse doch die geplante Gruppenstärke in die Kostenkalkulation einfließen, wandte Kröger ein, die nicht locker ließ. Susanne Stürwohldt vom Elternbeirat fragte nach den Gründen für die erhebliche Minderauslastung von fast drei regulären Betreuungsgruppen. „Das lässt uns Eltern nicht kalt, wenn 58 kalkulierte Plätze pro Tag in einer Kita leer sind, aber trotzdem das Personal dafür beschäftigt wird.“ Es könne nicht sein, dass für Fehlplanungen die Eltern mit ihren Beiträgen haften sollen, war man sich einig. So lange diese Frage nicht geklärt sei, wird der Beschluss über eine Erhöhung der Kitagebühren verschoben.

Von Wolfgang Glombik

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