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Segeberg Kita-Zoff bei der Lebenshilfe
Lokales Segeberg Kita-Zoff bei der Lebenshilfe
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20:15 31.08.2017

Das neue Kita-Jahr begann bei der Lebenshilfe-Einrichtung in der Poststraße mit einer Überraschung: In drei Gruppen wurde das Personal komplett durchgetauscht. Die Kinder haben keine bekannte Bezugsperson mehr, die Eltern fühlen sich übergangen, Kompromisslösungen wurden abgelehnt.

Die drastischen Veränderungen schlagen hohe Wellen, wie aus einem Schreiben der Elternsprecher hervorgeht, das den LN vorliegt. Die Änderung in den drei Integrationsgruppen, in denen auch zwölf Förderkinder betreut werden, sei über ihre Köpfe hinweg entschieden worden. Zu spät seien alle Elternsprecher informiert worden. „Die Rotation ist aus pädagogischen Gründen passiert, um die Qualität zu verbessern und neue Entwicklungen zu ermöglichen“, argumentiert Lebenshilfe-Geschäftsführerin Sylvia Johannsen. „Was ist daran pädagogisch, wenn den Kindern, vor allem Förderkindern, plötzlich die vertraute Erzieherin fehlt? Da geht es nicht um das Wohl unserer Kinder“, brüskiert sich ein Vater, der nicht genannt werden will. „Zumal es dann plötzlich hieß: Zwei zerstrittene Erzieherinnen seien der Grund. Die Kita- Leitung wollte sie trennen, ohne dass die Personen bekannt werden, aus Datenschutzgründen.“ Dabei betont die Lebenshilfe in ihrem Konzept: „Im Interesse der Kinder ist ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen Eltern und Fachpersonal notwendig. Unsere Arbeit soll für Eltern transparent sein (. . .).“ Selbst die Bitte der Elternsprecher, zumindest eine bekannte Bezugsperson des alten Teams in jeder Gruppe zu belassen, wurde abgelehnt. Dabei ist im Kita-Konzept zur pädagogischen Sichtweite zu lesen: „Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Kind und Erwachsenen sehen wir als Basis für unsere Arbeit.“ Danach sah es jüngst an der Poststraße offenbar aber nicht aus: Einige Kinder seien verängstigt und stark verunsichert gewesen, manche seien ein paar Tage zu Hause geblieben, ein Förderkind wurde aus der Kita genommen, sagt ein Elternteil.

Erstaunt zeigten sich Väter und Mütter darüber, dass die Rotation im Mitarbeiter-Team keine Entscheidung der Kita-Leitung gewesen sei, die dazu schweigt, sondern der Geschäftsführung. „In einem regulärem Betrieb ist die Umorganisation Alltag, nur in Kitas sorgt sie gelegentlich für Verwerfungen, aber das neue Kita-Jahr war der beste Zeitpunkt, einen besseren konnte es nicht geben“, relativiert Sylvia Johannsen – und das rückgängig zu machen, ergebe keinen Sinn.

Heike Hiltrop

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