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Segeberg Erstes Klassenfoto nach 48 Jahren
Lokales Segeberg Erstes Klassenfoto nach 48 Jahren
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17:59 24.10.2018
Großes „Hallo“ beim Klassentreffen der Abschlussklasse 1970, R 10a, der Realschule am Seminarweg. Quelle: Hiltrop
Bad Segeberg

Zum lauten Stimmengewirr im ersten Stock des Restaurants Gutschmecker gesellt sich Gelächter. Immer wieder ist der Satz zu hören: „Ach, nein, das gibt’s doch nicht“ oder „Mensch, du hast dich gar nicht verändert.“ Männer und Frauen, alle Mitte 60, liegen sich freudig in den Armen. Mit dem großen „Hallo“ beginnt ein lustiger und langer Abend: Klassentreffen. Die R 10a der früheren Realschule am Seminarweg in Bad Segeberg ist zusammengekommen. Nach 23 Jahren, also 1995, zum zweiten Mal.

Zwischen dem letzten Schultag und diesem Wiedersehen liegen 48 Jahre. „Das hat man gar nicht gemerkt. Es ist, als kämen wir gerade aus sechs Wochen Sommerferien zurück“, schwärmt Udo Storm, der maßgeblich an der Zusammenkunft mitgewirkt hat. Nur drei ehemalige Schüler hätten abgesagt. Und so sitzen sie alle vergnügt zusammen und lassen die alten „Weißt-du-noch-Geschichten“ aufleben. Klassenschwarm Bärbel, Jörn, heute Künstler, der sich selbst als Enfant terrible der Klasse sah, die Mathe-Cracks Klaus, Werner und Reinhard, Klassenclown Wolfgang und all die anderen, die aus Bremen, Schneverdingen, Goosefeld, Hamburg, den umliegenden Dörfern und Bad Segeberg gekommen sind, um dabei zu sein. „Klaus, Werner, ich und noch jemand, wir waren die Mathe-Cracks.“ Reinhard Schweim überlegt kurz. Der vierte im Bunde fällt ihm nicht mehr ein, „aber einen echten Klassenprimus, den hatten wir nicht.“

„Wir waren alle nette Typen, einen echten Außenseiter gab es nicht“, sagt Storm. „Nur die Lehrer waren zum Teil schwierig“, wirft jemand aus der Runde ein. „Ach, wir waren doch auch nicht ohne“, ergänzt Margret Tietz. „Es war die Revoluzzer-Zeit. Wir haben die Schule im Zorn verlassen. Darum gibt es auch kein Abschlussfoto“, sagt sie. Das wird an diesem Abend nachgeholt. Jemand erinnert an die Klassenfahrt – und alle grinsen. „Sylt, 1969, Düne sieben“, wirft jemand in den Raum, und das Grinsen in den Gesichtern wird noch breiter. „Je mehr ich mich vertiefe, umso mehr kommt wieder“, sagt Wolfgang Melenk. „Den Abschluss hatten wir da noch nicht in der Tasche, aber wir wussten Bescheid“, schiebt er vielsagend nach.

Die Reise war auch Auslöser für das Wiedersehen. „Es gab ein Klassentreffen der Parallelklasse, die hatten sensationelle Fotos von unserer R 10a und ihrer R 10b von besagter Klassenfahrt dabei, die sie mir überlassen haben. Da war noch Klassenlehrer Wulf mit drauf. Den hätte ich gerne eingeladen, wenn er noch gelebt hätte, der war echt gut“, sagt Udo Storm. Den Erinnerungen in Wort, folgen an diesem Abend die in Bild – auch der Schule selbst. „Richtig uralte, aber auch ganz aktuelle, auf denen man die Veränderungen sieht.“

Bis in die Nacht sitzt sie zusammen, die ehemalige R 10a. „Da ist eine tolle innere Verbindung zu allen Leuten. Das hatte was“, fasst Udo Storm zusammen. „2020, zum Fünfzigsten, treffen wir uns unbedingt wieder.“

Heike Hiltrop

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