Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Klein Rönnau: Neues Baugebiet für 50 Häuser
Lokales Segeberg Klein Rönnau: Neues Baugebiet für 50 Häuser
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:34 26.01.2017
Derzeitiger Stadt der Planung: Über diese Einfahrt am Chausseebaum in Klein Rönnau soll der Verkehr zu dem neuen Wohngebiet mit 50 Häusern abgewickelt werden. Eine zweite, zunächst geplante Erschließungsstraße, ist nun doch nicht möglich. Quelle: Glombik
Klein Rönnau

Die Nachfrage ist vorhanden, denn in Bad Segeberg sind freie Grundstücke so gut wie ausverkauft. Über 100 potenzielle Häuslebauer haben sich auf die Warteliste eintragen lassen. Etwa 100 Meter von der Stadtgrenze entfernt stehen demnächst neue Bauflächen zur Verfügung.

Investor plant hinter den Häusern am Chausseebaum eine Siedlung mit 50 Grundstücken – Gemeinde berät städtebauliches Konzept.

1500 Einwohner leben gegenwärtig in Klein Rönnau. Die Fläche der Gemeinde umfasst rund 450 Hektar.

Klein Rönnaus Bürgermeister Dietrich Herms befürchtet aber, dass jetzt bei ihm das Telefon Sturm klingelt: „Ich habe keinen Einfluss auf den späteren Verkauf der Grundstücke, das macht alles der Investor“, stellte er klar. Die Planungshoheit aber hat die Gemeinde, in deren Gremien gerade das städtebauliche Konzept beraten wird. Der Bebauungsplan ist aufgestellt, schon im Herbst soll er unter Dach und Fach sein, hofft Herms. Dann kann die Erschließung beginnen. Der Investor selbst war gestern für die LN nicht erreichbar.

Geplant seien 50 Einfamilienhäuser, eventuell auch einige Doppelhäuser. Ein Problem für den Planer ist die Verkehrserschließung vom Chausseebaum aus. Eigentlich sollte die Zuwegung über zwei Straßen erfolgen. Doch mit dem einen Grundstückseigentümer, über dessen Gelände die Straße laufen sollte, sei man sich nicht einig geworden. Jetzt ist geplant, den Verkehr zur Siedlung nur über die vorhandene Einfahrt zwischen Chausseebaum 18 und 22 laufen zu lassen.

Geplant sind Parzellen mit je rund 600 Quadratmetern. Die Abwasser-Erschließung sei unproblematisch, die Siedlung solle auch mit Breitband versorgt werden, erklärt Herms. Mehr neue Wohngebiete werde es in Klein Rönnau danach wohl nicht mehr geben. Herms: „Wir stoßen an unsere Grenzen.“ Richtung Großer Segeberger See werde eine weitere Ausdehnung des Bauareals nicht genehmigt, dort ist Landschaftsschutzgebiet. Ein Weg zum See sei nicht geplant. Wenn man Wanderwege einrichten möchte, müsste man sich mit Landeigentümern einigen.

Eigentlich darf nach dem Landesentwicklungsplan das aufstrebende 1500-Seelen-Dorf gar nicht mehr wachsen. Das neue Wohngebiet ist nur deshalb möglich geworden, weil die Stadt Bad Segeberg von ihrem Entwicklungs-Potenzial ein Kontingent an die Nachbargemeinde abgetreten hat. Klein Rönnau war bereit, dafür einen Lastenausgleich von 40 000 Euro zu zahlen. Als das im Sommer 2014 bekannt wurde, gab es böses Blut. Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld habe sich über den Tisch ziehen lassen, man hätte von den Klein Rönnauern mehr verlangen müssen, so der Vorwurf einiger Politiker. Trotzdem wird die Stadt von dem Ortswachstum nebenan profitieren: Das nahe Einkaufszentrum liegt auf Bad Segeberger Gebiet.

 Wolfgang Glombik

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige