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Segeberg Kleines Theater Wahlstedt ist ein Sanierungsfall
Lokales Segeberg Kleines Theater Wahlstedt ist ein Sanierungsfall
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20:28 17.06.2017
Das Kleine Theater ist alt geworden: Lüftung und Dach müssen erneuert, eine energetische Sanierung angeschoben werden. Quelle: Foto: Hiltrop
Wahlstedt

Die Bürger sind stolz auf ihre ehrenamtlich geführte Bühne, und das können sie auch sein. Das Kleine Theater ist d a s Aushängeschild, nicht nur für Wahlstedt. Der ganze Kreis Segeberg profitiert vom Engagement des Kulturrings und dem 411-Plätze-Haus, davon ist die Stadtverwaltung überzeugt. Und aus dem Kreishaus kommt zustimmendes Nicken. Doch am Gebäude, das Mitte der 1950er Jahre gebaut wurde, muss mächtig was getan werden: Das Dach ist uralt, seine Statik stößt bei großer Schneelast an ihre Grenzen. In die energetische Sanierung muss mittelfristig investiert, Handwinden und Vorhänge erneuert werden. Zudem ist eine mäßige Foyervergrößerung im Gespräch.

1,8 Millionen Euro müssen nach einer Schätzung in den hochgelobten Kulturstandort investiert werden.

Schon im Herbst 2016 hatte man mit nötigen Investitionen von über einer Million Euro gerechnet (die LN berichteten), nach einer Schätzung geht das Bauamt nun von knapp 1,8 Millionen Euro Sanierungsbedarf aus.

„Alle loben das Kleine Theater, aber keiner rückt auch nur eine Kopeke ’raus. Mit den Kosten stehen wir alleine da“, umreißt Stadtvertreter Klaus Harm (CDU) das Problem der Stadt, die so einen Batzen allein nicht wuppen kann. Beim Land war Wahlstedt mit einem Antrag auf Sonderbedarfszuweisung abgeblitzt. Und der Verein „Holsteins Herz“, dank dessen Hilfe die neue Bestuhlung und ein Behinderten-WC aus dem EU-Fördertopf realisiert werden konnten, habe bereits signalisiert, dass bestenfalls energetische Sanierung unterstützt werde, sagt Bürgermeister Matthias Bonse (CDU).

Nun liegen alle Hoffnungen auf dem 100-Millionen-Investitionsprogramm des Kreises. „In Anerkenntnis der besonderen kreisweiten Bedeutung des Theaters für die Region und deren kulturellen Stellenwert“

heißt es in der Empfehlung des Kreis-Kulturausschusses an die Lenkungsgruppe des Investitionsprogrammes auf wohlwollende Überprüfung des Antrages. Allerdings ist die Stadt angehalten, weiterhin andere Fördertöpfe ausloten. In Wahlstedt heißt es jetzt abwarten, ob die Aussichten auf die Zuwendung vom Kreis überhaupt erfolgversprechend sind. Erst dann folgt der nächste Schritt. Darum sieht Bauamtsleiter Torsten Maaß einen möglichen Baustart nicht vor 2019.

Auf den Weg gebracht sind derweil die Erneuerung der Handwinden und Vorhänge, mit der Freigabe von Haushaltsmitteln in Höhe von etwa 28000 Euro. Und schon jetzt können Stadt und Kulturring für das Kleine Theater auf eine institutionelle Förderung von 9000 Euro vom Kreis für den Themenbereich „Jugend, Menschen mit Behinderung und Zuschauer 50Plus“ hoffen, wenn der Kreistag dem am 29. Juni zustimmt.

Heike Hiltrop

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