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Segeberg Klimaschutzwald entsteht an der Trave
Lokales Segeberg Klimaschutzwald entsteht an der Trave
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09:28 16.03.2016
Stark: Die Jungen und Mädchen aus dem Städtischen Gymnasium haben nicht nur Internet und Fernsehen im Kopf, sondern arbeiten auch für ein gesünderes Klima. Quelle: Spreer

Begriffe wie Erderwärmung, schmelzende Polkappen, Sturmfluten, Überschwemmungen, Treibhauseffekt oder Wirbelstürme sind jedem irgendwie geläufig. Doch dass wir durch unser Tun, durch unseren Lebensstil, zu einem gefährlichen weltweiten Klimawandel beitragen, ist uns zumeist nicht bewusst. Oder wir verdrängen es. Der Kreis Segeberg hat das Thema jedoch auf dem Haken. Er bemüht sich durch viele kleine Maßnahmen, das Klima zu schützen. Und dabei kann jeder mitmachen. So wie ein knappes Dutzend Mädchen und Jungen des Städtischen Gymnasiums.

„Während andere diskutieren, pflanzen wir Bäume.“Randy Sandmann von der Schüler-AG des Städtischen Gymnasiums Bad Segeberg
Um den großen Apfelbaum einzusetzen, brauchte es ein wenig Hilfe von Erwachsenen.

Sie gehören zu der Schüler-AG „Plant for the Planet“ und haben gestern in Krems II in der Nähe der Trave durch Pflanzung von Bäumen geholfen, den ersten Segeberger Klimaschutzwald zu schaffen. Hier sollen auf zwei Hektar viele Hundert Bäume gepflanzt werden, und zwar allein als Klimaschützer. An eine spätere Holzernte sei nicht gedacht, sagte Thomas Falck, Fachbereichsleiter Bauen-Planen-Umwelt in der Kreisverwaltung.

Er stellte das Gemeinschaftsprojekt des Kreises Segeberg, der Unteren Forstbehörde, des Klimaschutzmanagers Heiko Birnbaum, der Forstbetriebsgemeinschaft, Segeberg, des Wege-Zweckverbandes (WZV) und Sponsoren wie Bernd Jorkisch sowie die Firmen Holz-Ruser und Fielmann vor. Falck: „Im Kreis Segeberg werden jährlich 2,2 Tonnen Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen. Wir wollen die Treibhaus-Emissionen laut unserem Klimaschutzziel bis zum Jahr 2020 auf 1,8 Tonnen reduzieren.“ Das ist ein langer Weg voller kleiner Schritte. Und da kommt der Wald ins Spiel, laut Jorkisch ein „idealer CO2-Killer und Klimaretter“. Und für den Segeberger Naturschutzbeauftragten Hans Peter Sager ist der Wald ein „Psychotop, Balsam für die Seele“. Und ein „Umweltschützer“. Denn ein Hektar Wald bindet binnen 50 Jahren 500 Tonnen CO2, macht das Klima also „sauberer“. Ein Hektar Wald kompensiert den jährlichen Kohlendioxidausstoß von fünf Dieselautos. Wald ist also eine „Geheimwaffe“. Er kostet aber eine Menge. Die zwei geplanten Hektar, die hier mit Stieleiche, Hainbuche, Rotbuche, Flatterulme, Berg- und Spitzahorn und Roterle bestückt werden sollen, kosten 22000 Euro. Für die von Randy Sandmann (16) angeleiteten Siebt- bis Zehntklässler von „Plant for the Planet“ kein Grund, nichts zu tun. Sie pflanzen Bäume, wo sie nur können — weil sie etwas gegen die Verschlechterung des Klimas machen wollen. Ihr Motto tragen sie auf ihren T-Shirts: „Stop talking, start planting“ — Unterzeile: „Während andere diskutieren, pflanzen wir Bäume“.

Von Christian Spreer

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