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Knöllchen-Falle Kurhausstraße?

Bad Segeberg Knöllchen-Falle Kurhausstraße?

Stadt wehrt sich gegen Vorwürfe, die Schilder zur Parkverbotszone für die Kurhausstraße seien unscheinbar und führten zur „Knöllchen“-Flut.

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Auch von der Schillerstraße aus ist das Schild für die Parkverbotszone Kurhausstraße gut sichtbar. Etwas klein ist der Parkscheibenhinweis geraten.

Quelle: Foto: Glombik

Bad Segeberg. Fehlen in der Kurhausstraße Schilder, die auf die Parkscheibenpflicht hinweisen? Werden hier ortsunkundige Autofahrer über eine unscheinbare Beschilderung bewusst in die Irre geführt, um möglichst große Erlöse über „Knöllchen“ für die Stadt hereinzuholen? Ein Verdacht, der von der Stadt sofort zurückgewiesen wird.

Kürzlich berichteten die LN über die guten Einkünfte der Stadt aus ihren Parkautomaten und nicht zuletzt über die Verwarngelder, die von Falschparkern verlangt werden. Allein mit „Knöllchen“ und Mahngebühren verdient Bad Segeberg über 300 000 Euro im Jahr. Doch Gerd Nieveler aus Klein Rönnau, der sich bei den LN meldete, weiß zu berichten, dass viele ortsunkundige Autofahrer, die in der Kurhausstraße auf Parkplatzsuche sind, die Schilder gar nicht registrieren können, die auf Parkverbotszonen und Ausnahmeregelungen mit Parkscheibe hinweisen. „Viele ahnen davon nichts, glauben, korrekt zu parken, und sind hinterher fassungslos, dass sie aufgeschrieben werden.“ Der spätere Ärger bei den Gästen der Stadt sei dann programmiert.

Nur wenige Ortsfremde nehmen eingangs der Kurhausstraße – nach Nievelers Erfahrungen im Bekanntenkreis – die Schilder wahr, die auf die Parkverbotszone und Parkscheibenpflicht hinweisen. Teilweise warnen die Geschäfte in der Kurhausstraße ihre Kunden davor, ohne Parkscheibe zu parken. Übersehen werden die Schilder trotz ihrer Größe offensichtlich schnell: Autofahrer müssen schon beim Abbiegen aus einer Nebenstraße auf die meist stark befahrene Kurhausstraße auf den Verkehr achten. Der Parkscheibenhinweis werde dann nicht bemerkt. Warum werden die Hinweise auf die Parkscheibenregelung („eine Stunde parken erlaubt“) nicht beidseitig an der Kurhausstraße nahe der Parkbuchten angebracht, fragt Nieveler. So würde hier kein Autofahrer mehr in die Knöllchen-Falle tappen, regt er an. Denn so mache es für ihn und andere verärgerte Gäste Bad Segebergs den Eindruck, als wolle die Kommune mit ihrer mangelhaften Beschilderung die Autofahrer bewusst in die Irre führen, „und die netten Damen von der Stadt schreiben alle auf“.

Hartmut Gieske vom Bad Segeberger Ordnungsamt weist das zurück. Die großen Zonen-Verbotsschilder für das eingeschränkte Halteverbot seien immer eingangs der Kurhausstraße – auch überall in den Seitenstraßen – angebracht. „Da muss man sich dran halten, genauso wie bei einer Tempo-30-Zone.“ Zwischen 8 bis 18 Uhr dürfe danach mit der Parkscheibe auf den Seiten-Stellplätzen geparkt werden. Das reiche aus. Die Stadt dürfe nicht noch mehr Schilder aufstellen, schon um einen „Schilderwald“ zu vermeiden. Da würde auch die Verkehraufsicht des Kreises Segeberg eingreifen. Hartmut Gieske: „Wir können nicht jede Parkbucht noch mal extra ausschildern. Das wäre so, als würden wir bei jedem Halteverbotsschild noch ein Schildchen ’ranhängen mit der Aufschrift: Hier aber echt nicht parken!“

Wolfgang Glombik

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