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Kollegen und Firma bestohlen

Bad Segeberg Kollegen und Firma bestohlen

Angeklagter aus Wahlstedt zu einer Geldstrafe von 5400 Euro verurteilt.

Bad Segeberg. Nach der Trennung von seiner Frau bediente Kraftfahrer Olaf S. (Name geändert) aus Wahlstedt die Kredite zur Abzahlung des Eigenheims weiter, obwohl nur noch seine Ehefrau mit einem Sohn dort wohnt. Um sein Einkommen aufzubessern, kam der 52-Jährige auf eine Idee, die Richterin Sabine Roggendorf vom Amtsgericht in Bad Segeberg als besonders „verwerflich“ bezeichnete: Der Angeklagte bestahl im Juli 2014 seine Kollegen bei einer Wittenborner Speditionsfirma.

Mittels eines Drahtes öffnete der Angeklagte insgesamt vier Stahlspinde und stahl daraus zweimal 50 Euro, einmal 144 Euro und einmal 166 Euro — Speditionsgelder, die sich die Kollegen verdient hatten. Mit einer Überwachungskamera, die ihn überführte, hatte S. nicht gerechnet. Die Kündigung folgte. Aber auch beim Nachfolgearbeitgeber, einer Speditionsfirma in Kükels, verhielt sich der Angeklagte nicht loyal: An einem Abend im November 2014 lud der Wahlstedter 21 Paletten mit Steinen und neun Paletten mit Estrich und Mörtel auf einen Sattelzug, fuhr damit nach Wittenborn zu einem Reiterhof und bot das Material im Wert von 3150 Euro der Eigentümerin zum Verkauf an. Das brachte ihm einen Diebstahlsvorwurf ein und den Vorwurf des Betrugsversuches, da er das Baumaterial als eigenes anbot.

Im Prozess räumt der Angeklagte kleinlaut die Diebstähle der Spesengelder ein, behauptet aber, bei dem Baumaterial habe es sich um Bruchsteine gehandelt, die er mit Erlaubnis seines Arbeitgebers habe mitnehmen dürfen. Der Verkauf an den Reiterhof habe der Begleichung von Schulden für das Unterstellen seiner beiden Pferde dienen sollen, so der Angeklagte. Richterin Sabine Roggendorf machte deutlich, dass sie S. nicht abnehme, dass er sich in diesem Umfang an den Baumaterialien habe bedienen dürfen. Dass das nicht rechtens war, räumt S. schließlich ein. Der bisher nicht vorbestrafte Wahlstedter wurde zu einer Geldstrafe von 5400 Euro verurteilt, die er in monatlichen 100- Euro-Raten abstottern darf. „Davon werden sie lange haben und so etwas bestimmt nicht so schnell wieder machen“, meinte die Richterin. „Sie verdienen ihr Geld als Fahrer erfolgreicher als mit einer kriminellen Karriere.“

mak

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