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Segeberg Die etwas andere Sicht auf die Lage in Boostedt
Lokales Segeberg Die etwas andere Sicht auf die Lage in Boostedt
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07:29 09.08.2018
Ein Kommentar von Wolfram Hammer.
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Vertreter der Kirche vor Ort etwa halten dagegen: Nein, die seit jeher flüchtlingsfreundliche Stimmung im Dorf kippe nicht. Und auch die Fakten sprechen dagegen: Kein Kriminalitätszuwachs in Boostedt, die Menschen leben dort so sicher wie eh und je.

Fakt ist aber offenbar auch, dass sich mehr Flüchtlinge als früher in der Öffentlichkeit daneben benehmen. Es seien vor allem jene ohne Bleibeperspektive und Arbeitserlaubnis, die in Boostedt nur mehr auf ihre Rückführung warten, sagt der Bürgermeister. Tatsächlich muss vom Land noch mehr getan werden, um diese Personen sinnvoll zu beschäftigen, zu begleiten, sie auf die Rückkehr in die alte Heimat vorzubereiten.

Vor allem zeigt dieser Umstand aber eines: All jene Politiker, die uns gerade in den letzten Wochen wieder weismachen wollten, mit mehr Abschiebungen und dem Einpferchen vermeintlich illegaler Menschen in großen Einrichtungen und Zentren ließe sich in der Flüchtlingsfrage auch nur ansatzweise ein Problem lösen, haben Unrecht. Ihre Konzepte machen nichts besser. Sie verschieben die Probleme nur – in diesem Fall ins kleine Boostedt.

Zum Thema

Zum Artikel: Lässt das Land Boostedt hängen?

Ein Kommentar von Wolfram Hammer

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