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Segeberg Kooperation über Kreisgrenzen
Lokales Segeberg Kooperation über Kreisgrenzen
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18:28 26.03.2016
Das Rathaus von Ahrensbök steht ab dem 1. April auch den Einwohnern von Glasau bei Meldeangelegenheiten offen. Quelle: Latzel

Etwa 20 Kilometer weniger sollen künftig zwischen den Einwohnern der Gemeinde Glasau und ihren neuen Ausweisen und Pässen liegen: Das ist das Ziel einer Kooperation zwischen dem Amt Trave-Land in Bad Segeberg und der Gemeinde Ahrensbök in Ostholstein. Kern der Vereinbarung: Die Glasauer können ihre Ausweise künftig im Ahrensböker Rathaus beantragen und abholen.

Die neue Regelung soll ab dem 1. April gelten. Zu diesem Datum wird auch die Außenstelle des Amtes Trave-Land im Glasauer Zentralort Sarau, in der Alten Schule, geschlossen. Dort wurde bislang einmal wöchentlich eine Sprechstunde des Amtes angeboten. „Die Aufgaben dort sind immer weiter geschrumpft“, erklärt Thomas Dziuk, Teamleiter Organisation und Personal im Amt Trave-Land. Wegen erhöhter Sicherheitsanforderungen wie dem digitalen Fingerabdruck konnten Ausweise in Sarau nicht mehr beantragt werden, da die technischen Voraussetzungen vor Ort fehlten. Gleiches gelte für die Registrierung der neuen Anschrift im Ausweis bei Ummeldungen. „Das Kerngeschäft in Sarau bestand letztlich aus der Ausgabe der gelben Säcke“, merkt Dziuk ironisch an.

In der an der Grenze zum Kreis Ostholstein gelegenen Gemeinde Glasau, zu der neben Sarau die Ortsteile Glasau, Neuglasau, Kambek, Altenweide, Neuenweide, Jeshop, Kieckbuschkamp, Bökenberg, Hehfeld und Ziegelei gehören, wohnen etwa 930 Menschen. Ihnen soll der etwa 30 Kilometer lange Weg zum eigentlich für sie zuständigen Amt Trave-Land in Bad Segeberg erspart bleiben — zumindest teilweise. Die oben genannten Erledigungen im Meldewesen können sie jetzt sowohl in Bad Segeberg als auch im nur knapp sieben Kilometer entfernten Rathaus von Ahrensbök erledigen. Die Zusatzgebühr, die dafür eigentlich anfallen würde, zahlt das Amt Trave-Land mit einer Pauschale.

„Für uns ist das ein großes Ereignis“, sagt der Glasauer Bürgermeister Henning Frahm, „zumal es über öffentliche Verkehrsmittel keine Verbindung von Sarau nach Bad Segeberg gibt.“ Nach Ahrensbök führen immerhin einige Busse. „Die soziale Bindung nach Ahrensbök ist ohnehin vorhanden“, meint sein Ahrensböker Kollege Andreas Zimmermann. Die Kooperation sei ein vorläufiger Test, „im Herbst werden wir uns dann zusammensetzen und uns ansehen, wie das angenommen wurde“. Für Anmeldungen beim Einwohnermeldeamt müssen die Glasauer allerdings weiterhin nach Bad Segeberg. latz

LN

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