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Kostenloser Rat in allen Fragen rund um die Pflege

Ellerau Kostenloser Rat in allen Fragen rund um die Pflege

Ein Ellerauer Unternehmer hat nach einem Unfall, der ihn selbst beinahe zum Pflegefall gemacht hätte, einen Verein gegründet – eine Hotline als Ratgeber für Betroffene und Angehörige.

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Es gibt so viele Fragen sowie Ungewissheit, was die richtige Versorgung von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen betrifft. Sönke Gedaschko will mit seinem Verein die wichtigsten Informationslücken schnell und kostenlos beantworten.

Quelle: Fuchs

Ellerau. Auslöser für seine Initiative war ein Unfall: Beim Kitesurfen verletzte sich Sönke Gedaschko (51) vor einem Jahr so schwer, dass er fast zu einem Pflegefall geworden wäre. Plötzlich machte der leidenschaftliche Sportler die bittere Erfahrung, wie hilflos und angewiesen man in solchen Notfällen auf die Unterstützung anderer ist und wie wenig abgesichert er war für mögliche Pflegekosten. Jetzt hat der Unternehmer, der sein Büro im Gebäude der Ellerauer Feuerwache unterhält, den gemeinnützigen Verein zur Pflegestufenverordnung gegründet und eine bundesweite Hotline eingerichtet, die allen Anrufern kostenlosen Rat zu allen Fragen um die Pflege im Alter und Pflegestufen erteilt. Auch eine Homepage bietet zusätzliche Informationen dazu an.

Die Hotline

Der Verein zur Pflegestufenverordnung e.V. bietet montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr die kostenlose Hotline unter 0800/5890505 an. Im Internet ist der Verein unter www.verein-pflegestufe.de zu erreichen.

Das sei für ihn wie ein Totalschaden nach einem Unfall gewesen, erklärt Gedaschko. „Von 150 plötzlich auf null.“ Er erlitt Schädelhirntrauma und zahlreiche Knochenbrüche, war auf den Rollstuhl angewiesen. Doch auf einen Pflegefall war seine Familie überhaupt nicht vorbereitet und abgesichert. Gut 1300 Euro hätten monatlich gefehlt. Die Existenz der Familie stand auf dem Spiel. „Das wäre ein Riesenhammer für meine Frau und mich geworden“, sagt Gedaschko nachdenklich. „Zum Glück bin ich mit dem Schrecken davon gekommen.“

Aber in diesem ereignisreichen Jahr stellte Gedaschko fest, wie undurchsichtig der bürokratische Dschungel der Gesetze für Pflegefälle in Deutschland immer noch sei. Das müsse sich ändern, dachte sich der Ellerauer, der sich als ehemaliger Geschäftsführer niedergelassener Chirurgen gut mit medizinischen Themen auskennt.

Mit Gleichgesinnten kam er auf die Idee, diese offensichtliche Informationslücke zum Wohle der Betroffenen mit einem relativ einfachen Hilfsangebot mit kostenlosem Service für die Anrufer zu schließen.

Das Informationsbedürfnis der Leute sei enorm, hat Gedaschko bereits festgestellt. Etwa 20 Menschen riefen täglich an und würden von Experten wie Krankenschwestern, Altenpflegern und Therapeuten beraten. Dabei gehe es zum Beispiel um die Gesetzesänderung zum neuen Jahr, die künftig aus den drei Pflegestufen fünf Pflegerade mache.

Auch die Absicherung innerhalb der Familie sei ein Schwerpunkt vieler Fragesteller, hat der Vereinschef festgestellt. So hätte inzwischen zwar jeder Dritte in Deutschland eine Patientenverfügung abgeschlossen. Doch wenn es drauf ankomme, seien drei Viertel davon praktisch wertlos, weil sie von den zuständigen Behörden und Banken nicht anerkannt würden. Auch hier helfe der Verein dabei, den Betroffenen aufzuzeigen, wie sie eine Patientenverfügung so abschließen sollten, dass ihre Angehörigen wirklich alle Vollmachten erhielten.

Wie eine Art Pflege-Coach würden die Experten am Telefon den Anrufern aufzeigen, was sie beachten, wie sie vorgehen, welche gesetzlichen Möglichkeiten sie hätten, wie und wo sie Hilfsmittel bekommen könnten.

Dabei verstehe sich der Verein als reiner Ratgeber und Vermittler für weitere Ansprechpartner, die ebenfalls kostenlose Unterstützung geben würden. Was er nicht machen werde und dürfe, sei, dem Anrufer namentlich Pflegeeinrichtungen, -dienste oder Juristen zu empfehlen. „Wir leiten sie aber an die Stellen weiter, die dies machen könnten.“ Zudem könnte er auf Agenturen verweisen, die sich auf bestimmte Hilfsangebote spezialisiert hätten.

„Wir sind aber keine Seelsorger und machen auch keine medizinische Pflege“, so Gedaschko zu den Grenzen des Angebots. „Wir versuchen nur, Struktur in das Wirrwarr der Pflegeversicherung zu bringen.“

 Burkhard Fuchs

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