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Segeberg Kreis schüttet sein Füllhorn über die Gemeinden aus
Lokales Segeberg Kreis schüttet sein Füllhorn über die Gemeinden aus
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21:26 07.09.2017
Im Amtsausschuss Trave-Land (v.l.) Amtsvorsteherin Gretel Jürgens, Landrat Jan-Peter Schröder, Lina-Marie Meißner von der Verwaltung. Quelle: Foto: Kullack
Klein Gladebrügge

Und das, obwohl der Kreis nach Jahren der knappen Kassen künftig gleich mehrfach das Füllhorn ausschütten wird. Amtsvorsteherin Gretel Jürgens freute sich, dass durch die Hilfe des Kreises der seit vielenJahren geforderte Radweg nach Geschendorf endlich gebaut werden könne und hofft, dass auch Projekte in anderen Dörfern, auf die man lange warte, nun endlich verwirklicht werden könnten. Nicht helfen wird das jedoch jenen Gemeinden, deren Wunsch-Radwege an Landesstraßen entlang führen, wie die Kritik der Bürgermeister Gerd Lentföhr (Seedorf) und Henning Frahm (Glasau) deutlich machte: Das Land denke gar nicht daran, dem Bau von Radwegen zuzustimmen geschweige denn, sie zu bezahlen – gleich wie gefährlich die Strecken auch seien. „In solchen Fällen wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben, als Land aufzukaufen und selbst zu bauen“, so die Meinung beider Bürgermeister.

Unter anderem kündigte der Landrat vor dem Amtsausschuss folgende Projekte an:

ALadesäulen für E-Autos: Der Kreis gibt 500 000 Euro hinzu, wobei eine Säule im Schnitt 10 000 Euro kostet. „In kleinere Orte als Wahlstedt sind wir dabei aber bisher nicht gekommen“, gab Schröder zu bedenken.

ARadwege: Das Förderprogramm des Kreistages sieht zwei Millionen Euro vor, die noch 2018 verbaut werden könnten. Es geht dabei nicht allein um reine Radwege, sondern auch ums Drumherum – etwa einen Rad-Unterstand an der Bahn oder eine E-Säule für Motorfahrräder.

AWLan: Bundesweit sei der Kreis Segeberg bei Glasfaserverbindungen bereits weit vorn, auch Dank der Bemühungen von wilhelm.tel oder des Wegezweckverbandes. Das gelte es nun, aufs mobile Internet zu übertragen: „Wir müssen erreichen, dass man sich auf der Fahrt von Norderstedt bis Seedorf nur einmal einwählen muss.“

AKita- und Krippenausbau: Hier zahlt der Kreis die höchsten Zuschüsse – hier gibt es aber auch den größten Nachholbedarf: Es fehlen etwa 1000 Plätze zum Preis von je 20 000 Euro. Da sind auch die stattlichen Kreiszuschüsse von je zwei Millionen Euro in den nächsten beiden Jahren und wahrscheinlich noch einmal vier Millionen trotzdem nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

AFlüchtlinge: Bis zum 1. September wurden im Kreis Segeberg 235 Flüchtlinge aufgenommen – weitaus weniger als die prognostizierten 1000. Allerdings gestalte sich eine geordnete Rückführung schwieriger: „Wer zurück wollte, der ist längst fort“, sagte Landrat Schröder. ark

LN

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