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Segeberg Kreis steckt 3,8 Millionen ins Straßennetz
Lokales Segeberg Kreis steckt 3,8 Millionen ins Straßennetz
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23:21 27.06.2013
Nicht nur kreisweit, auch im Bad Segeberger Stadtgebiet sind Arbeiter unterwegs, um die Winterschäden auf den Straßen zu beseitigen. Hier ist Stefan Rungenhagen vom Bauhof in der Eutiner Straße aktiv. Quelle: Foto: Glombik
Bornhöved

„Natürlich könnte man nahezu endlos Geld auf die Straße bringen . . . wenn man es denn hätte.“ Das sagt Thorsten Ingo Wolf, Bauamtschef in der Kreisverwaltung.

Immerhin aber: Für 3,8 Millionen Euro sollen noch in diesem Sommer die schlimmsten Schäden am 430 Kilometer langen Straßennetz des Kreises behoben werden.

Die jüngste Bestandsaufnahme ist von 2011. Sie besagt, dass ein Drittel dieser 430 Kilometer in einem „ziemlich schlechten Zustand“ sei. Nun ist seitdem einiges an Sanierungen passiert — allein neun Kreisstraßen wurden 2011 für einen Aufwand von knapp sechs Millionen Euro (auch finanziert durch 50- und zum Teil sogar 75-prozentige Landeszuschüsse) saniert. Zugleich aber hat auch der jüngste harte Winter wieder schlimme Spuren hinterlassen. „Wo wir insgesamt stehen, werden wir erst im Herbst wissen, wenn der jüngste Sachstandsbericht aktualisiert worden ist“, sagt Wolf. Genau wie zuletzt werden die Segeberger Kreisstraßen dann wieder nach Schulnoten von 1 bis 5 (eine „6“ hieße schon: unpassierbar) bewertet. „Das heißt nun aber nicht, dass wir von den 3,8 Millionen im Moment nur die 5-er-Straßen sanieren — manchmal muss auch repariert werden, damit aus einer ,3‘ keine ,4‘ wird“, sagt der Baumamtschef.

Schließlich sei der Bestand an Kreisstraßen das ureigene Vermögen des Kreises, das es zu bewahren gelte. Und natürlich müsse man die Straßen verkehrssicher halten. „Zugleich sind unsere Straßen einer der wenigen Bereiche, wo dem Kreis trotz aller Sparzwänge noch Gestaltungsmöglichkeiten bleiben“, sagt Wolf. Bei den anstehenden Sanierungen werde darauf geachtet, dass jeder Bereich des Kreises von Nord bis Süd, von Ost nach West an die Reihe komme, seine Straßen wieder in einen passablen Zustand zu versetzen. Die Straßenbaufirmen hätten im Moment aber dermaßen gut zu tun, dass es bereits schwierig sei, Termine zu bekommen.

Die neue Bewertung der Kreisstraßen nach Schulnoten soll die Grundlage für die dann einsetzenden Budgetberatungen geben. „Danach können wir dann wieder für fünf bis sechs Jahre Sanierungspläne erstellen“, sagt der Leiter des Fachbereichs Umwelt, Planen, Bauen der Kreisverwaltung.

MSC: Schlaglöcher machen Stoßdämpfer kaputt
Insgesamt, so habe der ADAC vom Deutschen Asphaltverband (DAV) erfahren, sei die Produktion von Asphalt im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 41 Millionen Tonnen zurückgegangen. Dazu Hans-Peter Küchenmeister, Vorsitzender des MSC Bornhöved im ADAC: „Anstatt die Straßen ordentlich zu reparieren, wird vielerorts nur Flickschusterei betrieben.“

Schlaglöcher aber nur zu stopfen, reiche nicht aus, so der MSC-Chef, wolle man die Qualität der Straßen auf Dauer erhalten. Schlaglöcher würden den Verschleiß am Fahrzeug erhöhen und die Verkehrssicherheit mindern.

Der MSC hat einige Tipps, wie man als Autofahrer schlechte Stoßdämpfer erkennt:

• Der erste Hinweis: Das Auto fühlt sich beim Fahren weicher und schwammiger an. Stoßdämpfer sind im Kern Metallhülsen, in denen ein beweglicher Kolben die Belastungen der Karosserie abfedern und die Räder auf die Straße drücken sollen.

• Die größte Gefahr ist, dass Stoßdämpfer nur allmählich verschleißen und undicht werden, so dass man sich an die Verschlechterung gewöhnt und in Extremsituationen einer plötzlichen Gefahr ausgesetzt ist.

• Defekte Stoßdämpfer verlängern selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten den Bremsweg. Typisch dafür ist das Nicken oder Abtauchen des Fahrzeugs nach vorn beim Bremsen.

• Der „Wipptest“ mit dem typischen Nachschaukeln ist allenfalls ein Hinweis auf einen Totalausfall der Stoßdämpfer, mahnt der MSC. Besser sei eine regelmäßige Sichtkontrolle auf Ölaustritt oder Schmutzflecken am Stoßdämpfer sowie unregelmäßig abgefahrene Reifen. ark

Achtung Vollsperrung: Ab Montag wird die K 66 in Alveslohe ausgebaut
Der Kreis Segeberg wird in der Zeit vom 1. Juli bis zum 31. August die Fahrbahn der Kreisstraße 66 (Fischwehrstraße) zwischen der Barmstedter Straße und dem Bahnübergang Fischwehrstraße in Alveslohe auf einer Länge von etwa 3000 Metern voll ausbauen.

Die schadhaften Asphaltschichten werden abgefräst und neue wieder eingebaut. Außerdem wird die Frostschutzschicht in weiten Teilen erneuert.

Die Arbeiten sollen von Montag, 1. Juli, bis Sonnabend, 31. August, ausgeführt werden. Hierfür wird die Fischwehrstraße in diesem Bereich in Abschnitten voll gesperrt. Die Erreichbarkeit der dort ansässigen Anlieger ist für den jeweiligen Abschnitt nur eingeschränkt gewährleistet.

Eine örtliche Umleitung von der Barmstedter Straße (L75) über die B 4 Kieler Straße und Kieler Chaussee wird für beide Fahrtrichtungen ausgeschildert. Die betroffenen Anlieger werden rechtzeitig vor der Sperrung durch Handwurfzettel informiert.

Fußgänger und Radfahrer können die Baustelle während der gesamten Bauzeit nur eingeschränkt passieren.

Lothar Hermann Kullack

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