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Segeberg 75 Prozent für Wiederwahl Storjohanns
Lokales Segeberg 75 Prozent für Wiederwahl Storjohanns
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09:45 02.12.2018
Der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann (2. v. li.) wurde auf dem Kreisparteitag erneut zum Vorsitzenden der Kreis-CDU gewählt. Ihm gratulierten Katja Rathje-Hoffmann, Niclas Herbst, Ole-Christopher Plambeck und Melanie Bernstein (v. li.). Quelle: Petra Dreu
Bad Segeberg

Mit 75 Prozent der Stimmen wurde der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann am Sonnabend auf dem Kreisparteitag der Christdemokraten im Vitalia Seehotel erneut zum Vorsitzenden des Kreisverbandes gewählt. Von 108 abgegebenen Stimmen konnte er 81 auf sich vereinen. Vor zwei Jahren waren es noch 130 von 142 Stimmen und damit 91,5 Prozent.

Gleichwohl sieht Storjohann den Kreisverband gut aufgestellt. Auf Bundesebene jedoch sei es schwieriger geworden, Politik zu gestalten. Im Bundesrat gebe es keine Mehrheiten mehr - für niemanden. Dabei sei nichts schlimmer, als wenn nichts vorangehe. „Bestes Beispiel ist die A 20“, so Storjohann, der nicht damit hinter dem Berg hielt, nicht immer mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther auf einer Linie zu sein. „Manchmal schießt er übers Ziel hinaus. Na und. Wir kommen vor. Er macht Schleswig-Holsteins Stimme hörbar.“

Drama um Wahl eines Amtsvorstehers

Wie ein Schlag ins Gesicht müssen dagegen die Worte von Helga Ellerbrock-Tidow, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Kayhude beim Kreisvorstand angekommen sein. Sie führte unter anderem die hohen Kosten für die Kinderbetreuung an und forderte die Politik auf, ihre Versprechen zu halten und den Kommunen unter die Arme zu greifen. „Und das nicht nur bei den investiven Kosten, sondern auch bei der Unterhaltung. Sie treibt uns in den Ruin“, so die engagierte Kommunalpolitikerin.

Mit erstaunlich offenen Worten prangerte sie zudem das Drama um die Wahl eines Amtsvorstehers im Amt Itzstedt an. Nachdem zwei Kandidaten in zusammen vier Versuchen nicht die erforderlichen Mehrheiten erreichen konnten, hatte der Kreis Segeberg zuletzt den vorherigen Amtsvorsteher Volker Bumann dazu verpflicht, bis zu einer geglückten Wahl die Amtsgeschäfte weiterzuführen. „Es ist einfach schlimm. Was soll ich denn noch den Leuten sagen. Es gibt hervorragend geeignete Personen, die nicht aufgestellt werden“, sagte sie mit Verweis auf ihren Tischnachbarn Bernhard Dwenger, und rang sichtlich um Fassung. „Ich schäme mich für das, was dort passiert.“

Ratje-Hoffmann und Storjohann für Kramp-Karrenbauer

Das sah auch de Landtagsabgeordnete Katja Rathje-Hoffmann so, die an jedes CDU-Mitglied appellierte, sich bewusst zu machen, welcher Flurschaden dort angerichtet werde. „Das ist ein Trauerspiel vom ersten Tag an“, sagte sie und versuchte, den CDU-Mitgliedern die Angst vor leeren Kassen durch die Kinderbetreuung zu nehmen. „Lasst euch nicht kirre machen. Bei uns steht die Qualität im Vordergrund und nicht die Beitragsfreiheit.“

Die bevorstehende Wahl eines neuen Bundesvorsitzenden der CDU war nur am Rande ein Thema. Von den vier Delegierten des Kreisverbandes legten Gero Storjohann und Katja Rathje-Hoffmann die Karten auf den Tisch. Beide wollen Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Stimme geben. „Sie ist eine Brückenbauerin und der Garant dafür, dass die Fraktion zusammengehalten wird“, ist die Landtagsabgeordnete aus Nahe überzeugt. Die Bundestagsabgeordnete Melanie Bernstein will mit einer Entscheidung bis zur Wahl warten. Der Europaabgeordnete Reimer Böge will nichts verraten.

Petra Dreu

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