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Segeberg Kreispolitiker setzen sich für Fachhochschule ein
Lokales Segeberg Kreispolitiker setzen sich für Fachhochschule ein
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11:58 07.03.2018
Die Kreispolitiker wollen Kontakt zu den Fachhochschulen Kiel und Lübeck (Foto) aufnehmen. Quelle: LN-Archiv
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Bad Segeberg

In ihrer jüngsten Sitzung haben die Kommunalpolitiker die Kreisverwaltung damit beauftragt, in Absprache mit dem Landesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Kontakt zu den Fachhochschulen Kiel und Lübeck aufzunehmen. Dabei sollen die Möglichkeiten ausgelotet werden, im Kreis Segeberg eine Zweigstelle oder einen externen Fachbereich aufzubauen. Gleichzeitig soll die Verwaltung an den Verband privater Hochschulen herantreten, um das Potenzial der Ansiedlung einer privaten Hochschule im Kreisgebiet zu ermitteln.

Die Kreistagsabgeordneten verständigten sich zudem darauf, dass ein Ergänzungsantrag der Fraktion „Wählerinitiative Kreis Segeberg“ (WI-SE) in die weiteren Betrachtungen einbezogen werden soll. Im Kern geht es in der Ergänzung darum, den Schwerpunkt einer möglichen FH auf den Bereich „Pflege“ zu legen. Allerdings sollte man sich aus Sicht von Landrat Jan Peter Schröder im Vorfeld nicht selbst zu sehr einengen und auch andere Fachrichtungen in Betracht ziehen – für den Fall, dass „Pflege“ in Segeberg nicht angeboten werden kann.

Ins Rollen gekommen war die Idee einer Fachhochschule im vergangenen Dezember im Hauptausschuss: Ein Antrag der damaligen Fraktion „Die Freien“ wurde mit dem Ziel gestellt, „im Kreis die Möglichkeit zu schaffen, Fachkräfte nach den Bedürfnissen des Kreises im Kreis Segeberg selbst auszubilden“. Die Kreistagsabgeordneten waren damals mehrheitlich dafür, das Vorhaben weiter zu verfolgen, verwiesen das Thema aber in den zuständigen Fachausschuss, der nun darüber beriet.

Das zuständige Kieler Ministerium schreibt: „Es gibt bisher keine Bestrebungen, im Kreis Segeberg eine Hochschule anzusiedeln. Aus Landessicht wären allenfalls Zweigstellen bzw. externe Fachbereiche bestehender Hochschulen denkbar (wie beim Fachbereich „Landbau“ der FH Kiel in Osterrönfeld).“

Letztlich würden die jeweiligen Hochschulen selbst entscheiden, weil dort die fachliche Kompetenz liege. Gespräche werden nun in den kommenden Monaten klären, welche Kooperationen im Kreis Segeberg umsetzbar sein könnten.

LN

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