Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Kritische Töne im Gewerbeverein
Lokales Segeberg Kritische Töne im Gewerbeverein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:20 17.04.2018
Wahlstedt

Zunächst die gute Nachricht, die Sprecher Armin Reher am Montagabend während der Jahresversammlung im Bella Vita verkündete: Die Vorbereitungen zur Gewerbe- und Industrieschau „Gewa“ (5. bis 7.

Es könnte besser laufen für den Gewerbeverein Wahlstedt: Die Mitgliederwerbung bleibt schwierig. Missbilligend schaut man auf diejenigen, die von Aktionen partizipieren, ohne einen Beitrag zu leisten. Dennoch zeigte der Verein auf seiner Jahresversammlung Kampfgeist.

Oktober 2018) laufen. „Im gewerblichen Bereich gab es bisher 24 Anmeldungen. Ich denke, so 70 bis 80 werden das sicher noch.“

Allerdings werden die Preise für die Aussteller steigen. Reher führte als Gründe dafür nötige Investitionen und höhere Kosten an. So wurden 2016 allein für die Feuerwehr 3000 Euro fällig. „Ein Schlag ins Kontor“, macht er deutlich, dass man damit nicht gerechnet hatte. Aber die Preissteigerung werde niedriger ausfallen als angekündigt: „Das wird sich zwischen fünf und zehn Prozent bewegen.“ Vereinsmitglieder erhalten eine Ermäßigung.

Das Gewerbe-Beach-Turnier fällt in diesem Jahr aus, und dunkel sieht es auch für die Adventszeit aus. Nach bisherigem Stand wird der Gewerbeverein keine Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt installieren. Geplant hatte man das schon 2017, zum Stadtjubiläum war der Gewerbeverein aber doch noch einmal aktiv geworden. Nun soll Schluss sein. Die Leuchtmittel sind alt. Neue würden Investitionen im fünfstelligen Bereich bedeuten. Reher: „Das kann und will der Gewerbeverein nicht leisten.“ Zudem profitierten vor allem die Geschäftsleute in der Fußgängerzone davon, obwohl nicht einer Mitglied im Gewerbeverein sei. „Die Trittbrettfahrer ärgern mich. Wenn die Stadt die Beleuchtung übernehmen würde, könnte man sie unter Umständen an den Kosten beteiligen“, hofft Reher. Die Konsequenzen dürften nicht allen klar sein, mahnte Klaus Harm: „Ohne Weihnachtsbeleuchtung wird die Innenstadt ganz schön kalt und trostlos.“ Andere pflichteten ihm bei: „Wir machen das ja nicht für die Geschäftsleute in der Fußgängerzone, sondern für die Bürger“, argumentierte Thomas Meves. Weitere Gespräche mit der Stadt sollen folgen.

Einig waren sich die Mitglieder (rund 40 sind es insgesamt) darüber, dass die Handels-Sparte des Vereins mehr Elan brauche – der Platz des Handels-Ausschussvorsitzenden im Gewerbeverein bleibt, wie auch der für das Handwerk, dennoch weiter vakant. Harm: „Traurig, dass wir da nicht mehr Mitglieder bekommen.“

Die Situation im Stadtkern sei relativ festgefahren, ergänzte Uwe Zeitter. „Wir haben es immer wieder versucht und immer gab es jemanden, der quergeschossen hat“, kritisierte Toni Hasanramaj.

Nichtsdestotrotz macht sich der Gewerbeverein daran, den stationären Handel zu unterstützen: Der „Wahli-Geschenkgutschein“ – Logo ist ein blauer Wal – ist eine Idee, die umgesetzt werden soll. Sie funktioniert so: Bürger können bei allen Geldinstituten, die Mitglied im Gewerbeverein sind, Gutscheine eines bestimmten Wertes kaufen, die bei jedem Mitglieds-Unternehmen eingelöst werden können.

Das binde Kunden und mache eine Mitgliedschaft im Verein attraktiver, so das Kalkül. Zeitter: „In Bad Bramstedt und Kellinghusen läuft das sehr erfolgreich.“

Von Heike Hiltrop

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Sparkasse Südholstein sei auf dem „richtigen Weg“, zog am Dienstag Vorstandschef Andreas Fohrmann eine „zufriedenstellende“ Bilanz für 2017. Erstmals seit 2014 lag die Bilanzsumme mit 5,1 Milliarden (2016: 4,9 Milliarden) wieder über der Fünf-Milliarden-Grenze.

17.04.2018

Glück im Unglück hatte am Dienstag das Landhaus Schule-Hamann in Blunk: Ein defekter Trockner und der Mangel an Atemschutzgeräteträgern führten zu einem Großaufgebot an Feuerwehrleuten, die den Schaden eindämmen konnten.

17.04.2018

Das größte Kulturförderprogramm der kulturellen Bildung in Deutschland „Kultur macht stark.

17.04.2018