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Segeberg Kükels darf 19 Wohneinheiten bauen
Lokales Segeberg Kükels darf 19 Wohneinheiten bauen
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02:02 14.01.2017
Kükels Bürgermeister Holger Möller informierte über Abwassergebührenerhöhung, Baulückenkataster und Kindergartensituation. Quelle: Foto: Sd

 Viele nutzten nun die Einwohnerversammlung, um sich über das komplexe Thema zu informieren.

Zur Unterstützung hatte sich Kükels Bürgermeister Holger Möller (CDU) Rainer Pohlmann vom Amt Leezen geholt. Dieser schilderte detailliert das Zustandekommen der Gebührenerhöhung. Zum einen wurden in Kükels die Gebühren seit 2005 nicht erhöht. Dass sei bis 2011 in Ordnung gewesen, doch dann hätten die Gebührenzahlungen die Unterhaltungskosten nicht mehr ausgeglichen, sodass sich von 2011 bis 2016 ein Defizit von etwa 60000 Euro aufgebaut habe. Da es sich bei der Abwasserentsorgung aber um eine kostendeckende Einrichtung handelt, müssen die Kosten von den Gebührenzahlern aufgebracht werden. Zusätzlich zum Defizit kommen noch die laufenden Unterhaltungskosten und die Kosten für ein geplantes Vererdungsbecken für den Klärschlamm. „Alles aufsummiert, ergibt sich ein Betrag von 81850 Euro“, so Pohlmann. Etwa 20000 Euro werden durch die neueingeführte Grundgebühr von zehn Euro pro Anschluss und Monat gedeckt (insgesamt 167 Anschlüsse), sodass der verbleibende Betrag von 61850 Euro geteilt durch die Abwassermenge von 17700 Kubikmetern zu einer Verbrauchsgebühr von 3,49 Euro pro Kubikmeter führt.

Außerdem beschäftigt sich die Gemeinde mit ihrer baulichen Entwicklung. Ein Baulückenkataster wurde in Auftrag gegeben, die Ergebnisse stellte Marco Fritsche, Bauamtsleiter des Amtes Leezen vor. Auf 845 Hektar Gemeindefläche wohnen demnach 442 Einwohner (Stand 2015) in 191 Wohneinheiten (Stand 2009). Bis 2025 darf es maximal einen Zuwachs von zehn Prozent geben, das entspricht 19 Wohneinheiten.

Das Baulückenkataster hat 23 offensichtliche Baulücken festgestellt. Letztlich gibt es zehn Wohneinheiten im Innenbereich, die verwirklicht werden könnten. Die Gemeinde hat nun zwei Möglichkeiten, die bauliche Entwicklung voranzutreiben: die Aufstellung eines selbstständigen Bebauungsplanes oder die Erweiterung der bestehenden Abrundungssatzung. Ein B-Plan dauert länger, ist genehmigungspflichtig und kostet mehr Geld, hat aber dafür mehr Steuerungsmöglichkeiten, erläuterte Fritsche. Auf der kommenden Gemeindevertretersitzung wird darüber beraten.

Außerdem war der Kindergarten Leezen Thema. Dort sind Plätze rar, der Kindergarten ist voll, ein Anbau kaum möglich. Ein Neubau komme derzeit für den Träger nicht in Frage, so Möller. sd

LN

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