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Segeberg „Kunst im Kopf“: Große Werkschau der Dahlmannschüler
Lokales Segeberg „Kunst im Kopf“: Große Werkschau der Dahlmannschüler
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14:40 11.02.2016
Einen Monat lang hat Helena Hintz ihre Hand fotografiert und dabei bemerkt, wie sich der Stress auf Lack und Haut auswirkt. Quelle: Fotos: Domann

Es riecht nach Glasreiniger und Kleber. Jugendliche laufen durch die Kunsträume im Obergeschoss, überlegen, welche Werke harmonieren, bereiten Bilderrahmen vor, schleppen Styroporwände und kleben Fotos auf einen Acrylhintergrund.

Vernissage am Freitag

Auch die Öffentlichkeit ist eingeladen, sich „Kunst im Kopf“ anzuschauen. Mit einem Sektempfang beginnt die Vernissage am Freitag, 12. Februar, um 18 Uhr. Am Sonnabend, 13. Februar, ist die Ausstellung von 10 bis 12 Uhr offen. Da der Doppeljahrgang Geld für Abiball -und Zeitung benötigt, sind Spenden erbeten.

Die Teilnehmer des Ästhetischen Profils des Abiturjahrgangs der Dahlmannschule bereiten ihre Ausstellung „Kunst im Kopf“ vor. Drei Jahre lang haben 21 Schülerinnen und Schüler im Unterricht und zu Hause gemalt, gezeichnet, mit Holz gearbeitet, fotografiert oder Filme gedreht. Einen Teil ihrer Werke stellen die 17- bis 19-Jährigen nun aus. „Die Themen sind sehr umfassend, da war es schwierig, ein gemeinsames Motto zu finden. Wir haben es allgemein gehalten“, erklärt Anna Schmidt, die gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen Yvonne Hoffmann und Helena Hintz die Werkschau organisiert.

Zum Abschluss der Oberstufe und Schulzeit hätten die Profilteilnehmer ihre Arbeiten präsentieren wollen, so Yvonne Hoffmann, und Helena Hintz fügt hinzu, dass es keine übliche Schulausstellung, sondern hochwertiger sei. „Wir haben uns drei Jahre eingehend mit Kunst beschäftigt.“ Lehrer Karsten Albrecht ergänzt, dass es die erste Ausstellung dieser Größe sei. „Wir haben das Thema Kunst und Markt behandelt, da gehören Ausstellung, Verkauf und sich präsentieren dazu.“

Thematisch umfangreich sind die gesammelten Werke, ein Traum-Goldfisch in Aquarell, ein gezeichnetes Stillleben mit Totenkopf, Herzen, Aktzeichnungen und diverse Fotoserien. In einer Serie tragen Menschen Lampenschirme auf dem Kopf. „Ich wollte die Anonymität der Gesellschaft zeigen“, sagt Lea Albertsen. Rebecca Marczynski hat Gesichter ihrer Mitschülerinnen mit Wolle eingewickelt. „Wir haben nichts gesehen, das war ungewohnt. Andererseits haben wir komplett losgelassen, das Aussehen war in dem Augenblick egal“, so Christine Teegen.

Helena Hintz hat einen Monat lang ihre Hand fotografiert und bemerkt, wie sich der Stress auf Lack und Haut auswirkt. „So viele Hände auf einmal sind fast ein wenig eklig“, so die 17-Jährige. Zum Thema „Dinge in der Freizeit“ sind Holzgegenstände wie zum Beispiel Skateboard und Kopfhörer entstanden. Auch zwei Seefahrtstonnen, Markierungen für das Wasser, sind entstanden. „Ich mache die in meiner Freizeit, diese habe ich aus Treibholz von dänischen und schwedischen Stränden hergestellt“, erklärt Rica von Berlepsch.

Lasse Banse hängt gerade einen Drachen ab. Er gehört zu den wenigen Männern im Kunstkursus. Neben diversen Bildern und Fotos stellt er auch einige Filme aus. Unter anderem hat er sich mit dem Thema Surrealismus beschäftigt. In Anlehnung an Dali hat er mit schmelzenden Uhren experimentiert. Katharina Gutsche zeigt die Grinsekatze aus „Alice im Wunderland“. Die hat sie während eines Auslandsjahres 2013 in den USA gemalt.

Silvie Domann

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