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Segeberg Kunstmeile für verborgene Talente
Lokales Segeberg Kunstmeile für verborgene Talente
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20:26 22.03.2017
Freuen sich auf ihre erste Sether Kunstmeile: v. l. Birgit Kreutzer, Initiatorin Jana Ermes, Norbert Weiß, Wiebke Daniel und Gaby Frantz. Quelle: Foto: Domann

In der ländlichen Region schlummern viele verborgene künstlerische Talente. Die will die Setherin Jana Ermes erwecken. Sie lädt für Sonnabend, 25. März, zur ersten Sether Kunstmeile ein. „Ich hatte die Idee vor zwei Jahren, ich wollte Kunst ins Dorf holen und Künstlern vor Ort eine Plattform zum Ausstellen geben“, sagt Jana Ermes, die sich mit Malerei und Zeichnung beschäftigt. Und dabei hält sie ein Bild von David Garrett in der Hand, das sie gezeichnet hat.

Jana Ermes sprach mit der Bürgermeisterin, die den Gemeinderaum kostenlos zur Verfügung stellt. Sie begann zu planen, sprach andere Hobbykünstler, möglichst aus der Region, an. Herausgekommen ist eine vielfältige Ausstellung: Malerei in Öl/Acryl von Wiebke Daniel (Sülfeld), künstlerische Fotografie von Norbert Weiß (Pölitz), verzierte Eier von Birgit Kreutzer (Seth), Speckstein-Skulpturen und Gedichte von Gaby Frantz (Norderstedt), Skulpturen aus Holz und Metall vom Andreas Wrage (Tönningstedt), Polarlichter-Fotografie von Thomas Rickert (Seth) und Airbrush von Judith Wiedemann (Sülfeld).

Auch Musik gehört zu der Veranstaltung, die Folk-Band „Dreamwood“ wird am Sonnabend zu hören sein.

Kunst und Kultur bringt Menschen zusammen. Und so hofft Jana Ermes, auch die verborgenen Talente anzusprechen. „Jeder hat ein kreatives Potenzial. Man muss sich nur trauen und Geduld haben“, betont sie. Der Mensch bestehe nicht nur aus Arbeit, er brauche auch Muße für Kreativität. „Aber diese Zeit nehmen sich die Menschen nur noch selten.“ Deshalb soll die Sether Kunstmeile auch die Kreativität der Besucher anregen. „Für uns ist die Kunstmeile eine gute Möglichkeit, vor einem größeren Publikum präsent zu sein“, sagt Norbert Weiß. Ausstellen auf einem Landmarkt – das sei für ihn eine Nummer zu groß und auch zu teuer. Er hat eine Reihe von Fotografien mitgebracht. Eines erinnert an Pyramiden in Ägypten. Doch die können sich nicht im Sand widerspiegeln: „Es ist die Biogasanlage in der Nähe, die habe ich gespiegelt, und nun ist sie nicht wiederzuerkennen.“ „Aus der Region für die Region“, ergänzt Wiebke Daniel, die gerade eine maritime Malphase hat.

Ist die Resonanz gut, soll die Kunstmeile fortgeführt werden. Vielleicht wird sie zu einer Talentschmiede, vielleicht verlässt sie den Raum und geht nach draußen.

Die erste Sether Kunstmeile findet am Sonnabend, 25. März, von 11 bis 18 Uhr im Gemeinderaum der Alten Schule statt. Zur Stärkung gibt es Kaffee und Kuchen, der Erlös geht an den Flüchtlingshelferkreis Seth.

Silvie Domann

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