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Kunstunterricht im Miniwald

Fahrenkrug Kunstunterricht im Miniwald

Fahrenkruger Grundschüler haben an einem Projekt der Kieler Muthesius Kunsthochschule teilgenommen.

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Unter anderem einen Steg aus Zweigen haben die Drittklässler aus Fahrenkrug am ersten Tag gebaut. Eine Jury hatte die Schule für das Projekt mit der Kieler Hochschule ausgewählt.

Quelle: Fotos: Dreu

Fahrenkrug. Schule einmal ganz anders: nicht mit Schreibheft und Füller oder Zeichenblock und Tuschkasten, sondern mit Harken, Rechen, Gartenscheren und Schaufeln. So zogen am Donnerstag und Freitag 20 Drittklässler der Grundschule Fahrenkrug in den Miniwald, der die beiden Hügelgräber in der Nähe ihrer Schule umgibt. Unter der Anleitung der freischaffenden Künstlerin Chili Seitz kreierten sie kleine und größere Kunstwerke aus Naturmaterialien.

LN-Bild

Fahrenkruger Grundschüler haben an einem Projekt der Kieler Muthesius Kunsthochschule teilgenommen.

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„Kunst hoch Schule“ heißt das Projekt der Kieler Muthesius Kunsthochschule, um das sich Grundschul-Lehrerin Birte von Starck beworben und schließlich den Zuschlag bekommen hatte. Damit möglichst viele Schulen ein Stück vom Kuchen abgekommen, wählte eine Jury aus einer Reihe von Workshop-Angeboten das Passende für die Schüler aus. Die Fahrenkruger waren im Rahmen von „Landart“ mit dem Angebot „Bits and Pieces“ dabei.

„Das bietet sich für jüngere Schüler an. Man nimmt einfach das, was man in der Natur findet – und fügt es neu zusammen“, erzählt Birte von Starck, die ihre Schüler mit allen möglichen Gartenutensilien ausgestattet hatte. Mit denen zogen die Jungen und Mädchen am Donnerstag zum ersten Mal voller Tatendrang in Richtung Hügelgräber. Mit dabei waren auch Digitalkameras zum Fotografieren, denn Kunstwerke aus Naturmaterialien sind nicht für die Ewigkeit gebaut, Blätter welken, und bei aufeinander gelegten Zweigen kann schon ein etwas stärkerer Windhauch dafür sorgen, dass das Kunstwerk seine Form verliert.

Mehrere Gruppenprojekte und zwei Gemeinschaftsprojekte haben die Schüler umgesetzt. Aus vielen herumliegenden Ästen und Zweigen bauten sie einen Steg. Teil des Steges ist ein großer Ast, den nur mehrere Schüler gemeinsam tragen konnten. „Sie realisieren dabei, dass ein Einzelner nicht alles schaffen kann, sondern dass manches nur gemeinsam funktioniert“, erläuterte Chili Seitz das erste Gemeinschaftsprojekt, das nicht nur sie, sondern auch die Schüler sichtlich beeindruckte.

Für das zweite Großprojekt nutzten die Kinder die weit verzweigten Wurzeln der alten Buchen, die auf den Hügelgräbern stehen. Herumliegende Stöcke und kleine Äste klemmten die Kinder zwischen die Wurzelarme. Mit Giersch wurde darauf eine stilisierte Baumkrone, die sich imposant über den Hügel ergoss. „Dabei lernen die Schüler, dass wir ein Teil vom Ganzen sind und mitbestimmen können, welchen Wert und welche Qualität jeder Ort verbirgt“, ist Chili Seitz überzeugt. Das Neue brauche eine Form und die Erfahrung brauche einen Wert, betonte die Künstlerin. „Die Realität lässt sich dabei auch einfach auf den Kopf stellen, und absurde Gesten ergeben auf einmal einen Sinn.“

Als die Klasse mitsamt Gartengeräten wieder zurück zur Schule stapfte, war das Projekt noch nicht beendet. Vielmehr wurden die mit Digitalkameras gemachten Fotos ausgedruckt und die großen und kleinen Kunstwerke noch einmal besprochen. Außerdem waren die Eltern eingeladen, sich selbst ein Bild davon zu machen, was der Nachwuchs in den beiden Workshoptagen auf die Beine gestellt hat.

„Ich hätte nicht gedacht, dass eine dritte Klasse so gut mitmacht“, sagte Chili Seitz erfreut. Sie hat schon mehrere Kunstprojekte im Rahmen von „Kunst hoch Schule“ umgesetzt, die unter anderem vom Ministerium für Schule und Berufsbildung gefördert werden.

Petra Dreu

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