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Segeberg LED-Umrüstung zum Schnäppchenpreis?
Lokales Segeberg LED-Umrüstung zum Schnäppchenpreis?
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20:44 27.09.2016
Rainer Vogt zeigt einen LED-Kopf aus Aluminiumdruckguss. Quelle: Fotos: P. Dreu

Energiekosten sparen wollen nahezu alle Gemeinden. Für die Umrüstung auf LED-Lampen reichen jedoch bei den meisten Gemeinden die finanziellen Mittel nicht aus.

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Kaltenkirchener Unternehmen bietet für Gemeinde Traventhal Finanzierungsmodell ohne Mehrkosten an.

Ihnen bleibt zur Kostenreduzierung nur, die Straßenbeleuchtung nachts ganz abzuschalten, wodurch sich die meisten Einwohner weniger sicher fühlen. Mit einem neuen Finanzierungsmodell, das den Haushalt der Gemeinde nicht zusätzlich belasten würde, hat jetzt der Kaltenkirchener Familienbetrieb „Stadt.Land.Licht“ das Interesse der Traventhaler Gemeindevertretung geweckt.

Energiespar-Contracting heißt das Modell des Unternehmens, das unter anderem bereits die Gemeinden Seth, Kayhude, Hartenholm, Schmalfeld und das Ostseebad Damp umgesetzt haben. Es ist einfach erklärt: Die Firma tauscht nach Planung und Lichtberechnung die alten Quecksilber-Dampflampen durch neue LED-Lampen aus. Die Gemeinde plant genau die Stromkosten ein, die sie im Schnitt der letzten drei Jahre bezahlt hat. Davon werden die deutlich reduzierten Kosten an den Energieversorger beglichen, den Rest bekommt die Kaltenkirchener Firma. Im Falle Traventhals hätte sich die Investition so schnell rentiert, dass der entsprechende Vertrag mit der Gemeinde nur eine Laufzeit von zwei Jahren hätte. Weitere Kosten kämen durch die Umrüstung auf Traventhal nicht zu.

Exakte Zahlen sollen noch geheim bleiben, aber Traventhals Bürgermeister Udo Bardowicks sagt: „Das ist verdammt wenig Geld.“ Er hatte sich zuvor bei seiner Sether Amtskollegin Maren Storjohann über die Firma informiert. In Seth hatte das Unternehmen 216 Straßenleuchten umgerüstet. Im Schnitt hatte Seth 16 000 Euro für Strom und Wartung bezahlt, die jetzt über eine Laufzeit von siebeneinhalb Jahren abzüglich der reduzierten Stromkosten an das Kaltenkirchener Unternehmen weitergeleitet werden.

„Traventhal ist die erste Gemeinde, in der wir eine so kurze Laufzeit anbieten können“, sagte Wolfgang Breckau, der das Unternehmen mit seinen Söhnen Dieter und Jan führt. 55 dekorative Leuchten sowie 19 technische Mastleuchten möchte das Unternehmen austauschen. „Wir wollen nicht alles neu machen, wir suchen nach technischen Lösungen, die wirtschaftlich sind und eine lange Garantie haben“, so Wolfgang Breckau.

Mitgebracht hatten er und Sohn Dieter eine Leuchte, die in Traventhal zum Einsatz kommen soll. Das Modell sei aus Aluminium-Druckguss mit gehärtetem Glas und äußerst robust. Die Leuchte auszutreten, wie es immer wieder von Jugendlichen an Bushaltestellen geschehe, sei nur schwer möglich. Traventhals Gemeindevertreter waren von dem Konzept begeistert. Sie überlegen, bei der Gelegenheit einige dunkle Punkte im Ort mit zusätzlichen LED-Leuchten zu erhellen. Voraussetzung ist, dass die Kommunalaufsicht dem Angebot zustimmt.

pd

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