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Lactoprot will 150 Meter lange Halle bauen

Leezen Lactoprot will 150 Meter lange Halle bauen

Geschäftsführer stellte der Leezener Gemeindevertretung die Erweiterungspläne vor — 40 neue Jobs möglich.

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Das milchverarbeitende Unternehmen Lactoprot will seinen Standort in Leezen ausbauen. An der Raiffeisenstraße (im Bereich der roten Markierung) soll eine etwa 150 Meter lange Lagerhalle mit Labor, Büro und Abfüllanlage entstehen.

Quelle: Fotos: Glombik/domann

Leezen. Die Firma Lactoprot möchte erweitern. Das Problem dabei: Der milchverarbeitende Betrieb liegt direkt im Ortskern von Leezen und trägt nicht unbedingt zu einem schönen Dorfbild bei. Um unter anderem das optische Erscheinungsbild des Ortes zu erhalten und nicht jede Gebäudehöhe zu erlauben, diskutieren die Gemeindevertreter seit Monaten über die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 14, der das Lactoprot-Gelände und angrenzende Bereiche umfasst.

Den derzeitigen Sachstand stellte nun Kreisplanerin Heike Jendrny während der Sitzung am Mittwochabend vor. Auch Lactoprot-Geschäftsführer Steffen Rode berichtete. Knapp 30 Bürger nutzten die Möglichkeit, sich zu informieren. Eine etwa 150 Meter lange Lagerhalle mit Labor, Büro und Abfüllanlage möchte Rode errichten lassen. Ein neues Sozialgebäude und eine Erweiterung des Tanklagers schweben ihm ebenfalls vor.

Rode erwähnte, dass in den vergangenen zwölf Jahren etwa 30 Millionen Euro in die alte Meierei investiert worden seien, im vergangenen Jahr seien es 4,5 Millionen Euro gewesen. Eine ähnliche Summe ist für die kommenden Jahre geplant. Weitere Zahlen hatte er für die Zuhörer parat: 80 Mitarbeiter, davon 17 Auszubildende, seien dort beschäftigt. Nach der Erweiterung rechnet Rode mit etwa 120 Mitarbeitern. Derzeit liefere der Betrieb Milchbestandteile (Eiweiß, Zucker und Kalzium) in 48 Länder.

Rode bemängelte eine geringe Flexibilität im B-Plan: So lege der jetzt diskutierte Entwurf Rahmenbedingungen fest, die auch für Vorhaben in 20 Jahren gelten würden. Außerdem müsse jede Neuanlage durch den Bauausschuss genehmigt werden. „Das ist keine Planungssicherheit für uns“, so Rode. Dem widersprach die Kreisplanerin. So habe die Gemeinde eine Reihe von Ausnahmen im B-Plan zugelassen. Zum Beispiel könne ein hohes Gebäude neben einem anderen hohen errichtet werden.

Probleme bereitet derzeit auch ein Knick, der an der Grundstücksgrenze zur Feuerwehr steht. Ist die lose Baumreihe wirklich ein Knick im naturschutzrechtlichen Sinne, muss ein Schutzstreifen von drei Metern eingehalten werden. So verringere sich die Lagerfläche bei vermutlich höheren Baukosten. Allerdings könne ein Knick im Ausnahmefall entwidmet oder auch beseitigt werden, so Heike Jendrny. Ausgleichsflächen oder ein Betrag (etwa 27000 Euro) auf ein Ökokonto seien dann die Gegenleistung. Rode signalisierte, dass die Firma die Ausgleichskosten übernehmen würde.

Letztlich beschlossen die Gemeindevertreter die weitere Vorgehensweise: Der B-Plan soll um einige Ausführungen zur Umweltprüfung ergänzt werden, bezüglich des Knicks findet ein Gespräch zwischen der Gemeinde und der Unteren Naturschutzbehörde statt. Diese Ergebnisse gehen dann in den endgültigen Entwurf ein. Außerdem gibt es zu einem gesonderten Termin eine Öffentlichkeitsbeteiligung.

Ein weiterer Diskussionspunkt am Mittwoch war die Anschaffung eines Einsatzleitfahrzeuges für die Feuerwehr. 50000 Euro hat die Gemeinde dafür in den Haushalt eingestellt. Ob der Betrag reicht und eventuell Fördergelder fließen, ist noch nicht geklärt. Andreas Krohn (CDU) gab zu bedenken, dass die Gemeinde mit der Beschaffung des Fahrzeuges Aufgaben des Amtes übernehme. Denn das Auto wird unter anderem von der Führungsgruppe der Amtsfeuerwehr genutzt. Der Amtsausschuss habe sich aber gegen ein neues Fahrzeug entschieden, so Krohn. Nun soll erst einmal eine Ausschreibung erfolgen.

Silvie Domann

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