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Segeberg Laster mäht zwei Fichten um — B 206 fast einen Tag lang gesperrt
Lokales Segeberg Laster mäht zwei Fichten um — B 206 fast einen Tag lang gesperrt
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22:18 10.09.2013
Auf gerader Strecke kam der Lkw bei Hartenholm aus unbekannter Ursache nach links von der B 206 ab und fuhr in ein Waldstück. Das Führerhaus wurde zerstört, die Insassen trotzdem nur leicht verletzt. Quelle: Fotos: Polizei

Zwei umgepflügte Fichten liegen quer über der B 206 bei Hartenholm. Das Führerhaus des 40-Tonners ist vom Aufprall völlig zerstört. Wer die Unfallbilder sieht, kann sich nur wundern, wie hier der 60-jährige Fahrer und sein 33-jähriger Beifahrer mit nur leichten Verletzungen rausgekommen sein sollen. Nach Polizeiangaben erlitten sie aber einen Schock und wurden zur Sicherheit in ein Krankenhaus gebracht. Die Aufräumarbeiten waren da um einiges aufwändiger. Die Bundesstraße bei Hartenholm war für die Bergung des Lkw bis gestern Morgen 11 Uhr gesperrt.

Es war Montagnachmittag gegen 14.30 Uhr, als der von der DHL gecharterte Sattelzug auf der Bundesstraße 206 bei Hartenholm, etwa einen halben Kilometer hinter dem sogenannten „Heidmühlener Kreuz“, Richtung Bad Bramstedt, auf gerader Strecke nach links von der Straße abkam. Der mit Ytong-Steinen beladene Lastwagen fuhr über die Gegenfahrbahn „quasi in den Wald hinein und fällte regelrecht zwei Bäume“, berichtet Polizeisprecherin Sandra Barenscheer. „Das waren keine kleinen Bäumchen“, verdeutlicht Polizist Christian Brüning von der Leezener Polizeistation, die den Einsatz übernommen hatte.

„Das waren zwei Fichten, die Stämme 40 bis 50 Zentimeter dick.“ Das eingedrückte Fahrerhaus sei regelrecht auf einem der Baumstümpfe aufgebockt gewesen, berichtet der Polizeiobermeister. Ein Baum lag auf dem Sattelzug und quer über der Fahrbahn.

Der mit Ytong-Steinen beladene Anhänger kam neben der Strecke schräg zum Stehen, die Ladung verrutschte und drückte auch die Wagenwand nach außen. Ladung sei dabei aber nicht verloren worden, so die Polizei. Bei der Sicherung habe es nichts zu bemängeln gegeben. Trotz des schließlich glimpflich abgelaufenen Unfalls musste die Bundesstraße für Bergung und Aufräumarbeiten fast einen ganzen Tag lang gesperrt werden. Die Straßenmeisterei leitete den Verkehr über Hartenholm um.

Die Bergung gestaltete sich aufwändig. Die Baumstämme mussten zunächst zersägt werden, so Brüning, und eine Spezialfirma für die Bergung des Lasters beauftragt werden. Aus Lübeck wurde ein Kran angefordert, um den 40-Tonner zurück auf die Straße zu hieven. Erst gegen 3.30 Uhr am Dienstagmorgen war der Lastwagen dann abschleppbereit, sagte Büring. Damit war der Einsatz aber noch längst nicht beendet, denn der Lkw hatte auch Kraftstoff verloren. „Auch die Untere Naturschutzbehörde und die Wasserschutzbehörde waren vor Ort“, so Büring. Entsprechend musste Erdreich ausgetauscht werden. Auch auf der Straße mussten laut Polizeisprecherin Barenscheer Dreck und Öl beseitigt werden. Als die Bundesstraße schließlich gestern Morgen gegen 11 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte, galt wegen der rutschigen Fahrbahn zunächst noch eine Geschwindigkeitsbegrenzung.

Nadine Materne

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