Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° stark bewölkt

Navigation:
Levo-Park: Besuchstag in Segebergs jüngster Gemeinde

Bad Segeberg Levo-Park: Besuchstag in Segebergs jüngster Gemeinde

Zwischen Fahrenkrug und Bad Segeberg ist eine weitere Gemeinde entstanden. Zumindest konnte diesen Eindruck gewinnen, wer sich am Donnerstag in der neu geschaffenen Flüchtlingsunterkunft auf dem Levo-Park-Gelände umgesehen hat.

Voriger Artikel
Gewerbeverein Wahlstedt: Gewa statt Geburtstagsparty
Nächster Artikel
Wegen Nazi-Vergangenheit: Neuer Name für Grundschule

Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler beim Rundgang durch das Containerdorf. An ihrer Seite die drei Bürgermeister der umliegenden Kommunen: Dieter Schönfeld (Bad Segeberg, r.), Rolf Peter Mohr (Fahrenkrug, 2. v. l.) und Matthias Bonse (Wahlstedt, l.).

Quelle: Fotos: Oliver Vogt

Bad Segeberg. Schule, Kindergarten, Krankenhaus, Polizeiwache, Kleiderkammer, Freizeitmöglichkeiten – eigentlich ist fast alles an Infrastruktur vorhanden, was zu einem anständigen Gemeindeleben gehört.

LN-Bild

Viele Würdenträger und etwa 150 Segeberger nutzen gestern den Einblick in die neue Flüchtlingsunterkunft.

Zur Bildergalerie

„Die Einrichtung ist ein Beispiel für die gute Kooperation von Hamburg und Schleswig-Holstein.“ Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler

Nur Bewohner sind eben noch nicht so viele da. Etwa 60 sind es seit Mittwochnachmittag. Interessiert – und vielleicht auch etwas irritiert – sehen einige von Weitem aus zu, wie ihr neues Heim zunächst einmal von anderen in Beschlag genommen wird. Amtsträger aus Politik, Verwaltung, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten schreiten die Reihen der Wohncontainer ab. Zwischen ihnen etwa 150 mit Regenschirmen bewaffnete Segeberger, die sich mit eigenen Augen ansehen wollen, was da hintern den Zäunen der alten Lettow-Vorbeck-Kaserne in den vergangenen Monaten so passiert ist.

Einiges. Das Land Schleswig-Holstein will mit seiner einzigen Flüchtlingsunterkunft, die es nicht selbst nutzt, sondern an die Hansestadt Hamburg vermietet, offenbar einen guten Eindruck machen.

Angefangen von der modern ausgestatteten Polizeistation über das kleine Krankenhaus bis hin zu den zweckmäßig, aber freundlich eingerichteten Wohncontainern scheint alles durchdacht und auf dem aktuellen Stand der Zeit zu sein. Entsprechend angetan zeigt sich auch der Hamburger Innenstaatsrat Bernd Krösser, der sich gemeinsam mit seiner Kieler Amtskollegin Manuela Söller-Winkler über das Gelände führen lässt. Artig tauschen beide gegenseitige Worte des Dankes für die „unkomplizierte Nachbarschaftshilfe“ aus und loben das „gute Beispiel für die Kooperation beider Länder“.

Nur über Geld wird nicht so gerne gesprochen. Fragen nach den Kosten der Anlage und ob Schleswig-Holstein nicht doch ein schlechtes Geschäft gemacht hat, als es auf Bitten des südlichen Nachbarn Platz für 1500 Menschen bereitstellte, Hamburg jetzt tatsächlich aber nur 600 Plätze benötigt, werden ausweichend beantwortet. Die Anlage hätte wegen bestehender Verträge ohnehin errichtet werden müssen, erklärt Söller-Winkler dazu. Dass nun Hamburg Platzbedarf habe und auf diese Weise zumindest einen Teil der Kosten übernimmt, sei „für alle Seiten ein Gewinn“, sagt die Staatssekretärin. Wie hoch der Betrag sein wird, den Hamburg für jeden Flüchtling zahle, sei bisher aber noch nicht vereinbart.

Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld, der sich gemeinsam mit seinen Amtskollegen Matthias Bonse aus Wahlstedt und Rolf-Peter Mohr aus Fahrenkrug auf dem Gelände umsieht, lobt: „Das entspricht hier alles sehr guten Standards.“ Unter dieser Voraussetzung wäre es aus seiner Sicht auch möglich gewesen, 1500 Menschen unterzubringen. „So lange die Strukturen stimmen, kommt es auf die Zahl der Bewohner nicht genau an“, urteilt er.

„Etwas bedrückend“ findet es dagegen Thomas Reimer aus Fahrenkrug, der zusammen mit Lebensgefährtin Sandra Grimm das Angebot zum „Tag der offenen Tür“ genutzt hat und sich zwischen den Wohncontainern umsieht. „Das Ganze wirkt auf mich sehr spartanisch“, sagt der 48-Jährige. Zu beneiden seien die Bewohner, die hier bis zu einem halben Jahr leben und auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten sollen, wahrlich nicht, finden beide.

Laut Innenstaatsrat Bernd Krösser sollen wöchentlich weitere Flüchtlinge aus dem Ankunftszentrum Hamburg-Rahlstedt nach Bad Segeberg gebracht werden. Eine Auswahl nach Herkunftsstaaten gebe es dabei nicht. „So, wie sie eben kommen.“

 Oliver Vogt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. Klicken Sie hier, um die Galerie für den Dezember 2017 zu sehen!

Lassen Sie sich gegen Grippe impfen?

Wie wollen wir wohnen, wenn wir einmal älter geworden sind? WG, ein Zimmer bei den Kindern, Servicewohnen, Seniorenheim? Die LN haben sich verschiedene Modelle im Kreis Segeberg angesehen. Zum Auftakt haben wir mit Experten gesprochen und Segeberger nach ihren Vorstellungen gefragt.

Wie wollen wir wohnen, wenn wir einmal älter geworden sind? WG, ein Zimmer bei den Kindern, Servicewohnen, Seniorenheim? Die LN haben sich verschiedene Modelle im Kreis Segeberg angesehen. Zum Auftakt haben wir mit Experten gesprochen und Segeberger nach ihren Vorstellungen gefragt. mehr

  • Shopping & Lifestyle
    Unser Lifestyle-Portal

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

  • Hochzeitszauber

    Alles zum Planen Ihrer Hochzeit - Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwoch... mehr

  • Events & Veranstaltungen

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Urlaub & Reisen
    Unser Reiseportal

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Ausstellungen, Theater, Konzerte und mehr in Lübeck und Umgebung.