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Segeberg Levo-Park: Flüchtlinge kommen nun erst nächste Woche
Lokales Segeberg Levo-Park: Flüchtlinge kommen nun erst nächste Woche
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09:27 02.08.2016
Die Flüchtlingsunterkunft im Levo-Park wartet seit über einem halben Jahr auf die ersten Bewohner. Platz bietet sie für mehr als 1500 Menschen. Geplant sind jetzt aber nur rund 600. Quelle: Glombik

Nachdem Frank Reschreiter, Sprecher der Hamburger Innenbehörde, angekündigt hatte, die ersten Personen würden bereits Anfang dieser Woche in der Unterkunft im Levo-Park eintreffen, wird jetzt der Anfang kommender Woche als neuer Termin genannt.

„Es müssen erst einmal genug Leute zusammenkommen, um wenigstens einen Bus zu füllen“, erklärte Reschreiter gestern auf Anfrage. Anders als zunächst angekündigt, habe sich die Innenbehörde nun entschieden, nur noch Zuwanderer nach Bad Segeberg zu schicken, die neu in Hamburg angekommen sind. Vom Tisch sind damit offenbar Pläne, wonach der Levo-Park als Ausweichquartier für Asylbewerber dienen sollte, die gegenwärtig in provisorischen Quartieren wie Baumärkten untergebracht sind. „Solche Quartiere existieren in Hamburg aber gar nicht mehr“, ruderte der Behördensprecher gestern zurück. Zum anderen wolle man den Menschen einen Umzug ersparen. Gleichwohl sei die Unterbringung in Bad Segeberg weiter nötig, um die Platzsituation in bestehenden Hamburger Einrichtungen zu verbessern.

Entgegen der Informationen von vergangener Woche würden nun auch nicht mehr nur Flüchtlinge mit sicherer Bleibeperspektive in den Levo-Park gebracht. Offiziell heißt es nun aus Hamburg, dass man dort stattdessen Zuwanderer unterbringen wolle, bei denen die Perspektive eher ungewiss sei. Dazu gehörten zwar keine Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten, stellt Reschreiter klar. „Aber solche, bei denen die Entscheidung über den Asylantrag eher lange dauert – wie zum Beispiel Menschen aus Afghanistan oder aus Russland.“ An der Gesamtzahl von bis zu 600 Migranten halte man zwar fest. Es sei derzeit aber unklar, wann – und ob – diese Zahl erreicht werden wird.

Das Kieler Innenministerium als „Vermieter“ des Flüchtlingsquartiers hatte gestern ebenfalls keine genaueren Informationen über die zu erwartende Belegung. Allerdings: Ein „Tag der offenen Tür“ in der Unterkunft, wie ihn Innenminister Stefan Studt (SPD) im Februar in Bad Segeberg versprochen hatte, werde derzeit geplant, kündigte Sprecher Patrick Tiede an. ov

LN

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