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Segeberg Liegen noch Altlasten an der Oldesloer Straße?
Lokales Segeberg Liegen noch Altlasten an der Oldesloer Straße?
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09:41 15.03.2016
Der baufällige Speicher hinter der Oldesloer Straße 79 soll im April abgerissen werden. Heute entscheiden die Stadtvertreter. Quelle: Glombik

Es wird damit gerechnet, dass zur heutigen Stadtvertretersitzung (18.30 Uhr, Bürgersaal im Rathaus) Anlieger aus der Oldesloer Straße und der Straße Am Weinhof kommen werden, um sich über den geplanten Bau des „Kieler Modells“ in ihrer Nachbarschaft zu informieren. Wie berichtet, plant die Stadt für rund 1,8 Millionen Euro hinter dem Haus Oldesloer Straße 79 ein dreistöckiges Haus nach dem sogenannten „Kieler Modell“ für Flüchtlinge. Heute soll dazu von den Stadtvertretern die Entscheidung fallen. Im vorderen Bereich der heutigen Obdachlosenunterkunft könnte nach deren Abriss zu einem späteren Zeitpunkt eine zweites kleineres Gebäude errichtet werden.

Bei nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung hatte der Bauausschuss die schnelle Errichtung des „Kieler Modells“ empfohlen und auch dafür Haushaltsmittel in Aussicht gestellt. Mit einem klaren Votum dafür wird auch heute in der Stadtvertretersitzung gerechnet.

Nach LN-Informationen ist die Stadt auch an dem Ankauf von zwei Nachbarhäusern neben der Oldesloer Straße 79 interessiert. Die drei Häuser könnte man später abreißen, eine breitere Zufahrt zum großen Parkplatz Am Weinhof und zusätzliches Bauland gewinnen. Der geplante Neubau, der auf dem Gelände der baufälligen Scheune errichtet wird, soll extrem zügig — ohne Bebauungsplan — erfolgen. Die Stadt braucht dringend Unterkünfte für die zu erwartenden Flüchtlinge, nutzt hier Erleichterungen im Baurecht.

Schon im April soll der Speicher, der lange als Geräteschuppen für die Karl-May-Spiele diente, abgerissen werden. Für Bauausschussvorsitzender Wolfgang Tödt (Wählergemeinschaft BBS) geht das mit dem Bauen alles zu schnell, zumal nach seiner Ansicht auch Unsicherheiten beim Baugrund bestehen. Altlasten vermutet er dort. Dort habe auch die frühere Firma Kleinol, die vor vielen Jahrzehnten Schuhwichse herstellte, ihre Abfälle entsorgt, weiß Tödt. Es gebe zwar ein älteres Gutachten des Kreises nachdem dort keine gefährlichen Stoffe lagerten, aber er traue dem nicht. „Das war früher eine Schietkuhle und die gesamte Fläche müsste genau untersucht werden“, fordert Tödt. Annelie Eick (Grüne) hatte im Bauausschuss angefragt, ob nun ein Bodenaustausch im großen Stil vorgenommen werden müsse. Nicht nötig, erklärte Architekt Peter Zastrow. Es gebe dort nach seinen Untersuchungen Bauschutt bis zu einer Tiefe von 2,10 Meter, aber gefährliche Stoffe seien nicht festgestellt worden. Da der Baugrund feucht sei, werde man den Keller des Hauses in einer „Wanne“ bauen müssen. Das sei heutzutage aber ohnehin Standard.

Von Wolfgang Glombik

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