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Segeberg Linden in Gefahr? Aufregung um Baustelle
Lokales Segeberg Linden in Gefahr? Aufregung um Baustelle
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21:24 07.09.2016
Solveig Poser ist besorgt: Sie befürchtet, dass die Linden an der Ortsdurchfahrt durch die Bauarbeiten Schaden nehmen könnten. Quelle: Dreu

Die Einwohner von Klein Rönnau sind derzeit von Baumaßnahmen umzingelt. Hatten bislang die Arbeiten an der Bundesstraße 432 für erhitzte Gemüter gesorgt, waren es gestern die Bauarbeiten für die lang ersehnte Breitbandversorgung, die Einwohnerin Solveig Poser in Aufregung versetzte.

„Ich freue mich auf das schnelle Internet. Aber dafür darf doch die Natur nicht einen solchen Schaden nehmen“, sagte die Anliegerin, die Angst um die großen Linden vor ihrer Haustür bekam. Sie hatte zuvor die Auskunft bekommen, dass die Kabel unter dem kombinierten Geh- und Radweg in einem aufwändigen und damit auch kostenintensiveren Verfahren hindurchgeschossen werden sollten. Stattdessen aber hatte ein Bagger den Grünstreifen neben dem Geh- und Radweg aufgebuddelt und erste Kabelstränge in die Erde gelassen.

Ein Anruf bei der Deutschen Glasfaser, die Klein Rönnau mit schnellem Internet, Telefon und Fernsehen versorgen will, blieb für Solveig Poser jedoch erfolglos. Das Unternehmen war für sie telefonisch zu erreichen. Zwar sprach die besorgte Frau die Arbeiter des holländischen Subunternehmens an, vorsorglich hatte sie aber auch die Untere Naturschutzbehörde des Kreises über den möglichen Schaden an den alten Linden informiert.

Wer bislang geglaubt hat, die Wege in der Verwaltung seien weit und langsam, wurde eines Besseren belehrt. Es dauerte nur wenige Minuten, bis Axel Jacobs, seit zwei Wochen Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde, sich ins Auto gesetzt hatte und nach Klein Rönnau geeilt war. Die Firmen müssten zwar besonders vorsichtig bei Arbeiten vorgehen, die das Wurzelwerk eines Baumes schädigen könnten. Aber Verstöße gegen diese Vorsicht konnte der Kreismitarbeiter nicht feststellen. Ein Gespräch mit dem Vorarbeiter und der Blick auf einen digitalen Plan brachte keine Klärung, dafür aber ein Telefongespräch mit Klein Rönnaus Bauausschussvorsitzenden Manfred Vogt. Dieser gab Entwarnung: Die Bauarbeiten waren genauso abgesprochen worden.

pd

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