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Segeberg Lkw-Unfall: B 206 gesperrt, Fahrer in Lebensgefahr
Lokales Segeberg Lkw-Unfall: B 206 gesperrt, Fahrer in Lebensgefahr
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19:54 08.10.2018
Lkw-Unfall auf der Bundesstraße 206: Offenbar hat der Fahrer die Kontrolle über sein mit Holzhackschnitzeln beladenes Fahrzeug verloren. Quelle: Heike Hiltrop
Bad Segeberg

Schwerer Unfall am Montagvormittag auf der Bundesstraße 206 kurz vor Bad Segeberg. Die Strecke musste komplett gesperrt werden. Offenbar hatte der Fahrer eines mit Holzhackschnitzeln beladenen Lkw die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war über die gegenüberliegende Fahrbahn in eine Böschung gerast und umgekippt.

Der Fahrer wurde schwer verletzt

Es passierte gegen 9.40 Uhr kurz vor der Kreuzung Richtung Fahrenkrug in Höhe des Baumarkts: Ein 59-Jähriger aus dem Kreis Schleswig-Flensburg war mit seinem Lkw aus Richtung Wittenborn kommend zunächst über die Gegenfahrbahn gerast, mit der Böschung kollidiert und anschließend umgekippt, wobei sich die Holzschnitzel über die Fahrbahn verteilten.

Die Besatzung eines zufällig vorbeifahrenden Rettungswagen konnte den Unfall beobachten und sofort alle notwendigen Rettungskräfte inklusive eines Hubschraubers über Funk alarmieren. Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Segeberg hatte sich die Sanitäter bereits Zugang über die Fahrertür der auf der Seite liegenden Zugmaschine verschafft und versucht, den Patienten zu stabilisieren. Befreit werden konnte der Mann aber erst durch die Feuerwehr, die eine spezielle Rettungstrage und ihre Drehleiter einsetzen musste. Mit lebensgefährlichen Verletzungen brachte ein Rettungswagen ihn anschließend in Krankenhaus. gebracht. Parallel kümmerten sich die Helfer um die Brandschutzsicherung der Unfallstelle, denn der auch Dieseltank des 40-Tonners war leckgeschlagen.

B 206 streckenweise über Stunden gesperrt

Die Bundesstraße 206 war über Stunden voll gesperrt, denn sowohl die Bergung des Verletzten, der Lkw-Ladung als auch des Fahrzeugs war nur durch technisch aufwendige Mittel möglich. Gegen Mittag schließlich konnte eine Spur in Richtung Bad Segeberg wieder freigegeben werden. Bis zur vollständigen Räumung der Strecke wurden Autofahrer weiträumig über Schackendorf umgeleitet. Nach derzeitigem Ermittlungsstand könnte eine plötzliche Erkrankung des Fahrers Ursache für den Unfall gewesen sein, teilte ein Sprecher der Polizei mit.

Bereits das Wochenende war in Segeberg von schweren Unfällen überschattet: Drei Verletzte, einer davon schwer, forderte ein Unfall am Sonnabend bei Wakendorf II: Ein Motorradfahrer hatte gegen 15.30 Uhr in einer scharfen Rechtskurve die Kontrolle über sein Zweirad verloren und war mit einem entgegenkommenden VW kollidiert. Die 71-jährige Fahrerin und ihre 69-jährige Beifahrerin wurden dabei leicht verletzt, der 59-jährige Biker erlitt schwerer Verletzungen. Die Polizei beziffert den Sachschaden auf einen oberen vierstelligen Betrag. Zwei Stunden lang war die Kisdorfer Straße durch den Unfall voll gesperrt.

Nahezu zeitgleich, gegen kurz vor 16 Uhr, kam es in Bad Segeberg an der Einmündung der Lindenstraße in die Ziegelstraße zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einer Fußgängerin. Nach Angaben der Polizei war eine 18-jährige Segebergerin mit ihrem Kleinwagen der Marke Kia durch die Lindenstraße gefahren und wollte an deren Ende nach rechts in die Ziegelstraße einbiegen. Laut Zeugenaussagen ließ die Autofahrerin zunächst einen Fußgänger die Straße passieren, fuhr jedoch unmittelbar danach an und stieß dabei mit der Seniorin zusammen, die mit einem Rollator unterwegs war und ebenfalls über die Straße wollte.

Die 83-jährige Bad Segebergerin wurde von dem Auto erfasst und eingeklemmt. Rettungskräfte mussten die Schwerverletzte befreien. Sie wurde vor Ort medizinisch erstversorgt und anschließend mit dem Rettungshubschrauber in das Universitätsklinikum Lübeck gebracht. Durch den Einsatz des Rettungshubschraubers kam es zeitweise zu starken Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs im Innenstadtbereich.

Heike Hiltrop

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