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Segeberg Lornsenstraße: Verwaltung ist ratlos
Lokales Segeberg Lornsenstraße: Verwaltung ist ratlos
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20:29 04.11.2016

„Die Lage ist beschissen“ – deutliche Worte fand Hauptausschussvorsitzende Ursula Michalak (CDU) für das Desaster in der Lornsenstraße. Die Baukosten explodieren und die Anwohner müssen zahlen. Wegen der mangelhaften Tragfähigkeit des Bodens steigen die Ausbaubeiträge in der Straße von 20 auf fast 25 Euro pro Quadratmeter.

„Wie konnte das passieren?“ lautete auch die Frage im Bauausschuss diese Woche. „Wozu brauchen wir ein Bodengutachten?“, wollte Joachim Wilken-Kebeck (SPD) wissen. Wenn es dann doch keine Sicherheit gebe. „Ich kann das Wort Gutachter schon nicht mehr hören.“

Ratlos und sichtlich bedrückt zeigte sich die Verwaltung. „Ich habe das Gutachten schon drei Mal gelesen“, sagte Robin-Arne Otten vom Bauamt. „Man konnte keine Rückschlüsse ziehen, dass der Boden so miese Eigenschaften hat.“ Normalerweise trockne der Boden in den oberen Schichten aus. Dieser sei jedoch selbst nach Wochen noch knetbar gewesen. Aus den Bodenproben sei das nicht ersichtlich gewesen, ein gängiges Verfahren, das eigentlich 100 Prozent der Fälle abdecken sollte. „Das ist der berühmte Einzelfall“, so Otten. Vom Gutachter sei eine Erklärung abgefordert worden, die stehe aber noch aus.

Den Anwohnern hilft das wenig. Sie müssen zahlen. „Glauben Sie mir, wir haben geprüft, ob wir die Mehrkosten nicht auf die Bürger umlegen müssen“, beteuerte Bauamtsleiterin Antje Langethal im Bauausschuss. Doch das sei rechtlich nicht möglich. Ausbaubeiträge müssen umgelegt werden. Und da helfe es auch nicht, dass die Straße stark befahren ist und vielleicht als Durchgangsstraße qualifiziert, erläuterte Otten. Ausschlaggebend sei, was aus der Straße werden soll. Und das ist im Fall der Lornsenstraße eine klare Anliegerstraße. Mit der dazugehörigen Kostenbeteiligung von 85 Prozent.

nam

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