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Segeberg Lornsenstraße und Wiesengrund: Beschluss zur Sanierung steht
Lokales Segeberg Lornsenstraße und Wiesengrund: Beschluss zur Sanierung steht
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18:21 19.12.2015
Die Lornsenstraße ist marode. In den kommenden Jahren müssen die Anlieger mit der Kostenbeteiligung beim Ausbau rechnen. Quelle: Glombik

Auch wenn in der Bad Segeberger Stadtvertretersitzung kürzlich Bürgerblock und zwei Grüne überraschend dagegen stimmten: Der Mehrheitsbeschluss steht.

Die Lornsenstraße und die Straße Am Wiesengrund werden komplett ausgebaut, die Kanalisation und andere Leitungen in offener Bauweise erneuert. Die Anwohner der kleinen Wiesengrund-Sackgasse hatten sich dagegen gewehrt. Vergeblich. Die Kanalrohre müssen ersetzt werden, die Asphaltdicke betrage nur drei Zentimeter, war die Argumentation dagegen.

Für den BBS waren allerdings die Anwohnerbedenken nicht ausreichend gewürdigt worden. Wolfgang Tödt fehlten ausreichend Parkplätze. Nur 32 würde man ausweisen. Außerdem sei den Anwohnern nicht eindeutig gesagt worden, dass sie beim Bau einer Anwohnerstraße sogar mit 85 Prozent herangezogen werden. Die Anwohner habe man seitens der Verwaltung „im Regen stehen gelassen“, sie seien nicht ausreichend unterrichtet worden, schimpfte Wolfgang Tödt. Für Hermann Westphal (FDP) ist klar: „Schlimm ist, dass die Anwohner das bezahlen müssen, aber es gibt keine andere Möglichkeit die Straße zu sanieren.“ Wie berichtet, sollen die beiden städtischen Straßen in einer für Bad Segeberg völlig neuartigen Weise umgestaltet werden: „Shared Space“, zu deutsch: „Gemeinsam genutzter Raum“ heißt das Zauberwort. Die Straßen sollen verkehrsberuhigt, ja unattraktiv für Durchgangsverkehr gemacht werden. Keine Bürgersteige mehr, keine Verkehrsschilder. Alle Verkehrsteilnehmer sind gleichberechtigt und müssen aufeinander Rücksicht nehmen.

Robin-Arne Otten von der Bauverwaltung stellte auf LN-Nachfrage klar, dass vermutlich im Frühjahr, wenn die Detailplanungen und grobe Kostenschätzungen vorliegen, die Bürger wiederum informiert werden. Dann bestehe die Möglichkeit, dass die Bürger die Farbgebung des geplanten Betonpflasters mit festlegen. Völlig unklar sei derzeit aber, wie hoch die Kosten für die einzelnen Anlieger sein werden. Otten warte den endgültigen Bauentwurf mit einer groben Kostenrechnung ab. Er hoffe, dass dann die Kämmerei schon Zahlen vorlegen könne. Im Frühjahr könne man dann die Anwohner darüber informieren. Er plane nach dem Ausbau ein Spielstraßen- Schild mit höchstens sieben Stundenkilometer Tempobegrenzung aufzustellen. Alles zusammen werde den Durchgangsverkehr heraushalten.

„Keine andere Möglichkeit, die Straße zu sanieren.“
H. Westphal (FDP)

Wolfgang Glombik

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