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Segeberg Manege frei für kleine Zirkuskünstler
Lokales Segeberg Manege frei für kleine Zirkuskünstler
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20:42 04.10.2016
Mit Schwertern zerstechen die Magier eine Kiste, ob da noch jemand lebend herauskommt? Quelle: Fotos: Materne

Heute Abend wird das innen nachtblaue Zirkuszelt mit Sternenhimmel voll besetzt sein. An die 400 Besucher haben Platz rund um die kleine Manege.

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Mit Schwertern zerstechen die Magier eine Kiste, ob da noch jemand lebend herauskommt?

Eltern, Geschwister, Oma und Opa werden dann sehen, wie sich ihre Kleinen in wenigen Stunden zu Zirkusartisten, Magiern, Clowns, Trapezkünstler und Dompteure des Zirkus Zaretti verwandelt haben.

Gestern noch übten die Grundschüler fleißig ihre Nummern ein. Nicht nur vor der Sventana-Schule Bornhöved. Auch in Rickling steht an der Grundschule ein Zirkuszelt bereit für den ersten großen Abend.

Noch in dicke Jacken gehüllt, sind im ersten Durchlauf die Bauchtänzerinnen von Zirkustrainerin Angelique Maatz in Bornhöved an der Reihe. „Merkt euch, wo ihr stehen sollt“, ruft sie den Mädchen zu.

„Ins Publikum schauen, verbeugen und dann zum Vorhang zeigen.“ Dort treten dann die mutigen Fakire ein. Die Arme vor der Brust verschränkt. In der Turnhalle haben sie zuvor geübt, über Scherben zu laufen und auf dem Nagelbrett zu liegen.

„Bei der Aufführung werden sie in Kostümen auftreten“, erklärt Grundschulkoordinatorin Anja Oschmann. Vor vier Jahren war der Zirkus Zaretti schon einmal in Bornhöved. „Und sie sind so stolz, wenn sie Oma und Opa zeigen können, was sie gelernt haben.“

„Das bringt richtig was fürs Selbstbewusstsein“, weiß Robert Maatz, Junior-Chef des Zirkus’. Sein Vater Philipp Maatz sei mit dem Schulprogramm seit über 30 Jahren unterwegs. Und jede Woche ist das Team an einer anderen Schule in Schleswig-Holstein und Hamburg. „Viele Kinder haben Probleme damit, etwas vorzuzeigen.“ In der Manege legten sie die Scheu ab, wenn der Vorhang aufgeht.

Laut sprechen, da muss sich auch Maximilian durchringen. „Mein hochverpopeltes Publikum“, begrüßt der vermeintliche Zirkusdirektor die Zuschauer. „Lauter“, fordert Gino Maatz. Und der Achtjährige traut sich schließlich, und die Nummer der Clowns, die sich im Ringen um die Direktorwürde selbst ausknocken, kann beginnen. „Das macht Spaß“, sagt Maximilian hinterher. „Ich wollte immer schon mal Clown sein.“

Richtig was trauen müssen sich auch die Mädchen der Trapezgruppe. In mehreren Metern Höhe lassen sie sich kopfüber von der Trapezstange hängen und verbiegen sich in elegante Posen. Auch Jasmin: „Das war gar nicht so schwer“, sagt die Neunjährige. Vor der Höhe sei ihr zuerst etwas mulmig gewesen. Aber nur kurz.

Auch Geschick mit Tieren beweisen die Grundschüler, lassen Ziegen Treppen steigen und Ponys Pirouetten drehen. Zwölf Nummern haben die Kinder einstudiert – in Bornhöved, wie auch in Rickling. Heute und morgen werden die gelernten Kunststücke um 18 Uhr an beiden Orten öffentlich vorgeführt. Über den Eintrittspreis wird das Zirkusprojekt zum Teil refinanziert. Karten gibt es tagsüber in den Schulen oder an der Abendkasse. Erwachsene zahlen dann sechs, Kinder drei Euro.

nam

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