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Segeberg Marktplatz bekommt bis November neuen „Teppich“
Lokales Segeberg Marktplatz bekommt bis November neuen „Teppich“
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09:59 15.06.2017
So präsentiert sich der Marktplatz derzeit. Im Herbst soll der innere Bereich eine neue Pflasterung mit ausgewiesenen Parkbereichen bekommen.

Nachdem die Stadt sich jahrelang mit Flickwerk und verärgerten Bürgern ob der sturzträchtigen Buckelpiste herumgeschlagen hat, sieht der Zeitplan nun eine maßgebliche Verbesserung bis Ende November vor. Derzeit beschäftigt sich der Bauausschuss mit der Platzaufteilung und der Oberflächenerneuerung. Nicht verändert werden sollen die rot geklinkerten Bereiche und die graubunte Bogen-Pflasterung am Rand des Platzes. Die heute als Parkplatz mit „anarchistischem“ System, also ungeregeltem Abstellen von Fahrzeugen, genutzten 2200 Quadratmeter Innenfläche werden neu gestaltet.

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Am Dienstag diskutierte der Planungsausschuss über das vom Bauamt vorgelegte Konzept samt Mustersteinen.

„Mir ist die Farbe total egal. Günstig, haltbar und rutschfest muss der Stein sein." Norbert Dehmel (CDU) Stadtvertreter

Die von Bauamtsleiter Torsten Maaß vorgeschlagenen 27 Parkplätze im südlichen Bereich, Leerrohre für fünf mögliche E-Ladesäulen sowie eine spätere Unterflurversorgung für den Wochenmarkt oder Veranstaltungen waren in der Sitzung schnell abgehakt. Auch Stehhilfen zum Verweilen, die bei Bedarf abmontiert werden können, kommen in Betracht.

Eine verästelte Diskussion entspann sich allerdings über die Pflasterung. Denn die Gestaltung einer guten Stube ist bekanntlich etwas ganz Persönliches. Etwas, das den Geschmack der Entscheider widerspiegelt: Soll es Laminat oder Teppich sein? Blümchentapete oder weißer Putz? Ist rustikale Eiche jugendlich verspielten Elementen vorzuziehen, oder wäre ein minimalistischer, klarer Stil des 21. Jahrhunderts eher das Richtige?

Auf den Marktplatz übertragen heißt das: Soll der Stein 20 mal 20 Zentimeter quadratisch oder besser 20 mal 30 Zentimeter rechteckig sein? Wäre etwas mit funkelndem Glimmer gut, was womöglich bei Abendveranstaltungen den besonderen Reiz ausmacht? Sollen sand- oder doch lieber kugelgestrahlte Steine verlegt werden? Oder besser unbehandelte? Wie wäre ein schlichtes Grau? Unter Umständen sind Parkflächen in einem dunklen Anthrazit unempfindlicher gegen Schmutz – möglicherweise mit Begrenzung in edlem Silbergrau gehalten – ein Vorschlag von Bauamtsleiter Maaß. Auch die umgekehrte Variante sei eine Möglichkeit. Dass dann womöglich ein Terrakottagelb für den Rest einen hübschen Kontrast gäbe, aber vielleicht doch zu modisch extravagant sein könnte, oder lieber einer der schicken Rosérot-Töne namens „Porphyr“ die richtige Wahl wäre, sei zu diskutieren.

„Brauchen wir jetzt ’ne Farbberatung?“ Rein rhetorisch war diese Frage des Ausschussvorsitzenden Klaus Harm (CDU). „Mir ist die Farbe total egal. Günstig, haltbar und rutschfest muss der Stein sein“, umriss Norbert Dehmel (CDU) seine Prioritäten in Sachen Pflasterung.

Das jedenfalls scheint zu klappen. Die vorgelegten Pflaster-Muster kosten unter 20 Euro pro Quadratmeter. Eine weitere Kosteneinsparung versprechen sich Bauamt und Ausschuss von einer getrennten Ausschreibung für Material und Arbeit. Zum Ende des Sommers sollen die Aufträge vergeben werden, sodass im September mit den Arbeiten begonnen werden könnte. Bleibt die Farbgestaltung. Dessen nimmt sich nun eine bunt gemischte Findungsgruppe (siehe Text unten) an.

Das sind die „Stilberater“ für die Marktplatz-Pflasterung

Einrichtungsfragen zur guten Stube haben schon so manche Beziehung entzweit. Das soll in Wahlstedt nicht passieren. Darum gönnt sich der Bauausschuss „Stilberater“ für den Marktplatz aus den eigenen Reihen: Elektromeister Klaus Harm (CDU), Rentnerin Rita Höpcke (SPD), Rentner Siegfried Dalfior (Grüne) sowie Installateur- und Heizungsbaumeister Thomas Meves (FDP) sollen sich mit Größe und Farbgestaltung des neuen Pflasters für die Innenfläche des Marktplatzes beschäftigen und einen Vorschlag erarbeiten, der der Stadtvertretung möglichst rasch zur Abstimmung vorgelegt werden könnte. Am 3. Juli soll die letzte Bauausschusssitzung vor den Sommerferien stattfinden, bis dahin soll die Findungsgruppe zu einem Ergebnis gekommen sein. hil

 Heike Hiltrop

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