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Segeberg Mehrzweckhalle: Alles so schön blau hier
Lokales Segeberg Mehrzweckhalle: Alles so schön blau hier
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20:10 13.07.2018
Ein Mitarbeiter der Fachfirma verschweißt die PVC-Bahnen auf dem Schwingboden am Städtischen Gymnasium. In wenigen Tagen soll alles fertig sein.
Bad Segeberg

Zehn Monate ist es schon her: Der sonst so gelassene Dirk Gosch von der Stadtverwaltung sprach im Oktober vergangenen Jahres von einer „Katastrophe.“ Aus verrosteten Fallrohren, hinter Mauerwerk versteckt, war Regenwasser vom Dach unbemerkt aus Rissen und Löchern unter den Hallenboden gelangt. Die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich. Holz hatte sich zersetzt, Schimmelsporen belasteten die Raumluft. Die Halle musste gesperrt werden. Die Schule, aber auch Vereine, verlegten ihren Sportunterricht, ihr Training in anderen Hallen Bad Segebergs. Eine Spezialfirma war über Monate mit dem Luftaustausch in der Halle beschäftigt. „Danach konnten keine Schimmelsporen in der Luft der Halle festgestellt werden“, betonte gestern Amtsleiter Stephan Hartung. Die über 820 Schüler des Städtischen Gymnasiums durften sie ein Dreivierteljahr nicht mehr betreten. Nun ist der hölzerne Schwingboden verlegt, ein PVC-Belag – früher war es Linoleum – ist auf über 1200 Quadratmetern Hallenfläche aufgebracht.

In einer Woche seien die Arbeiten abgeschlossen, erklären die Mitarbeiter der Verlegefirma den LN. Schulleiter Frank Ulrich Bähr freut sich, dass alles im Zeitplan ist und die Mehrzweckhalle zum Schulbeginn nach den Sommerferien wieder genutzt werden kann. Dort werde auch die Schuleinführungsveranstaltung für die neuen Fünftklässler stattfinden.

Der alte Hallenboden war nach dem Wasserschaden komplett herausgerissen worden. Auch Leitungen unter dem Boden waren vorsorglich neu verlegt worden, berichtet Bähr.

Nun wurde die PVC-Schicht auf dem empfindlichen Holz-Schwingboden vorsichtig aufgebracht. Tatsächlich war der Ausfall der Mehrzweckhalle für die Schule ein einschneidendes Erlebnis. Der traditionelle Abi-Scherz musste in diesem Jahr ausfallen, die Abi-Entlassungsfeier wurde in die Dahlmannschule verlegt. Das habe alles sehr gut geklappt, bedankt sich Bähr für die Aufnahme. Nun freut er sich, dass die Schule wieder ihre eigene Halle hat. Der alte Boden sei noch gar nicht so alt gewesen. Er war erst vor etwa zehn Jahren nach einem Brandschaden in der Halle verlegt worden. Von der Funktion und der Qualität her werde sich wenig ändern, so Bähr. Aber optisch werde es der einen oder anderen Sportart zugute kommen, dass der Hallenboden nun nicht mehr gelb sondern in neuem blauen Outfit sei, meint Bähr. „Darüber wird sich vor allem die Hockeysparte des SC Rönnau freuen“, ist er überzeugt.

Mit dem neuen Hallenboden wird auch ein über 100 Quadratmeter großer Anbau an der Rückseite der Halle verwirklicht. Hier sollen weitere Abstellmöglichkeiten geschaffen werden. Damit nicht genug: Das Städtische Gymnasium ist ohnehin eine Dauer-Baustelle. Frank Ulrich Bähr und die Lehrerkollegen sind inzwischen routiniert dabei, wenn es um Schulorganisation mit Handwerksbetrieben geht. Wegen der energetischen Sanierung der Außenwände der Schule müsse weiterhin improvisiert werden. Bähr: „Das hat reibungslos funktioniert.“ Wenn ein Klassenraum saniert werde, holen die Schüler ihre Stühle und ziehen mit ihrer Lehrkraft in einen der bereitstehenden Klassencontainer.

Von Wolfgang Glombik

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