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Segeberg Meier wagt Spagat zwischen Job und Amt
Lokales Segeberg Meier wagt Spagat zwischen Job und Amt
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21:19 24.09.2013

Ein Kenner der Szene ist er ohnehin. Aber Michael Meier, seit August ehrenamtlicher Kulturbeauftragter der Stadt Bad Segeberg, will nicht in blinden Aktionismus verfallen und nicht eine Veranstaltung nach der anderen aus dem Boden stampfen. „Ich möchte mir jetzt erst einmal einen besseren Überblick über das gute und gut organisierte Kulturleben in der Stadt verschaffen und dann mit den Verantwortlichen sprechen, um zu erfahren, wo meine Hilfe gefragt ist“, sagt Meier.

In vielen Bereichen sei Bad Segeberg Dank der Arbeit seiner ehrenamtlichen und privaten Veranstalter schon gut aufgestellt. Meier nennt als Beispiel die Kirchenmusik, die Dank Jan Simowitsch auch den jungen Bereich wie Gospel oder Jugendbands gut abdeckt. In der Sparte Kabarett tue sich die Reihe K 1,5 an der Dahlmannschule hervor und was den Bereich Jazz und Folk angehe, sorge Jazzclub-Vorsitzender Uwe Harm mit dem Schützenhof für Akzente.

„Generell ist es so, dass Spartenmusik wie Jazz, Klezmer, Folk oder Klassik sehr gut präsent sind, es gibt also zahlreiche Konzerte für ein Publikum, das schon Vorkenntnisse mitbringt. Wo noch mehr geschehen könnte, ist der Mainstream: Musik, die ,alle‘ mögen.“ Mit seiner eigenen Agentur „Meier & Konsorten“ hat Meier schon viele Auftritte dieser Art organisiert — etwa beim Kultursommer im Landratspark, im Weeder „Paradiso“ oder jetzt in der Bad Segeberger Mühle mit Garland Jeffreys (Siehe Meldung rechts). Das befürchten andererseits manche Kritiker der Wahl Meiers zum Kulturbeauftragten: Er könne den Betrieb der eigenen Agentur mit dem Ehrenamt des Kulturbeauftragten vermischen. Meier dementiert energisch: „Zum einen haben alle, die mich gewählt haben, gewusst, was ich beruflich mache. Und zum anderen kann es höchstens positive Wechselwirkungen geben, von dem alle Kulturschaffenden in der Stadt profitieren.“ Als Beispiele nennt Meier die kostenlose Verbreitung von Veranstaltungen im Programmheft „SEBlick“ oder über die Homepage www.segeberg.info, die von Meier & Konsorten betrieben werden. Und die Kontakte und Sponsoren, die er etwa für den Kultursommer gewonnen hat, könnten auch für andere Veranstalter von Nutzen sein. Mit dem Etat von 5000 Euro pro Jahr könne der Beauftragte selbst ohnehin keine großen Sprünge machen.

Wünsche und Anregungen gehen an Michael Meier per E-Mail unter:

kulturbeauftragter@segeberg-info

Lothar Hermann Kullack

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